Elyas M’Barek spielt Lars Amend

10. Oktober 2016, 18:13 Uhr
M’Barek

In Bayern und Berlin soll gedreht werden, bereits in diesem Herbst ist Beginn.

Der Langgönser Autor Lars Amend ist begeistert von der Besetzung: »Wenn du den Mut hast, an dich zu glauben und niemals deinen Traum aufzugeben, kann dir im Leben alles passieren. Früher wurde ich für diese Lebenseinstellung oft belächelt, heute wird über einen Teil meines Lebens ein großer Kinofilm gedreht – mit dem zurzeit beliebtesten und erfolgreichsten Schauspieler Deutschlands. Natürlich muss ich darüber schmunzeln. Elyas M’Barek ist ein cooler und witziger Typ, dazu in meinem Alter. Kurz, die ideale Besetzung für die Hauptrolle. Ich bin sehr gespannt, wie er mich spielen wird«, erklärt er dieser Zeitung.

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Wege kreuzen sich erneut

Was hinter »Dieses bescheuerte Herz – Über den Mut zu träumen« steckt? Von der Leiterin eines Kinderhospizes erfährt Lars Amend von diesem Jungen mit dem kaputten Herz. Kurz darauf packt der Autor seine sieben Sachen und zieht bei Daniel Meyer ins Gästezimmer. Fast ein Jahr bleibt er dort, begleitet den Jungen zu Ärzten, ins Hospiz. Und er zeigt Daniel Orte und Dinge, die der noch nicht kennt. Sie fahren mit Sportwagen durch die Gegend. Sie rauchen heimlich hinter einer Kirche. Sie laden zum Geburtstag eine Stripperin ein. Eigentlich Alltägliches, das ein Junge eben gerne macht, wenn er 16 Jahre alt ist. Meyer hatte eine Wunschliste geschrieben, Amend machte sich dran, sie abzuarbeiten. Das Buch, das die beiden aus ihren Erlebnissen basteln, wird ein großer Erfolg: Über viele Wochen hielt es sich in den Bestsellerlisten.

Nun folgt der Film. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Wege von Lars Amend und Elyas M’Barek kreuzen. Die Karriere des Autoren aus Langgöns nahm 2008 Fahrt auf, als er mit »Bushido« die Biografie des gleichnamigen Rappers herausbrachte. Bernd Eichinger nahm die Geschichte auf und brachte sie zwei Jahre später als »Zeiten ändern dich« ins Kino. Damals auf der Besetzungsliste: Elyas M’Barek. Für den Schauspieler aus München ging es danach mit großen Rollen weiter. So spielte er unter anderem in »What a Man«, »Der Medicus« und »Traumfrauen« mit. Spätestens mit »Fack ju Göhte« wurde er zum Superstar in der deutschen Filmszene: Die Komödie lockte über sieben Millionen Zuschauer in die Kinos.

Filmteam beratend zur Seite

Inwiefern Amend nun in die Kinoadaption von »Dieses bescheuerte Herz - Über den Mut zu träumen« involviert ist? »Was die Dreharbeiten angeht, stehe ich dem Filmteam zwar beratend zur Seite, halte mich aber weitestgehend heraus. Von Paulo Coelho habe ich gelernt, dass man als Autor einen gewissen Abstand wahren sollte, wenn eines deiner Bücher verfilmt wird. Ich halte mich an den Ratschlag des Meisters«, erklärt er gegenüber dieser Zeitung. Der Film soll bereits im Dezember kommenden Jahres in den Kinos zu sehen sein.

Inszeniert wird er von Marc Rothemund. Dessen erster Kinofilm war 1998 »Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit«, seinen Durchbruch erlebte er mit «Sophie Scholl – Die letzten Tage« vor acht Jahren. Damals wurde er mit dem Silbernen Bären als bester Regisseur der Berlinale und dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. (Fotos: dpa)

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