Onkel Otto lacht in Nonnenroth

Hungen (tr). Der Silberne Onkel Otto war der unbestrittene Mittelpunkt der beiden Prunksitzungen des DCC »Närrische Rutarscher« in Nonnenroth.
23. Februar 2014, 21:33 Uhr
In Hungen wird gespart, bis die Horloff trocken liegt – der Bürgermeister findet’s witzig!

Nach dem zweiten Platz im Dollen-Dorf-Wettbewerb 2013 lautete das Motto folgerichtig »Selbst der Onkel Otto lacht beim DCC zur Fassenacht«. Pünktlich um 20.11 Uhr zog das närrische Komitee mit Präsidentin Carina Babilinski und der Mini-Garde in die bunt geschmückte Narrhalla ein, in der auch Gäste aus Röhrenfurth, dem viertplatzierte Dollen Dorf, Platz genommen hatten.

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Nach dem Eröffnungstanz der Mini-Garde nahm Dorfschreiber Werner Leipold kein Blatt vor den Mund: Das Dolle Dorf, die GroKo, die NSA-Affäre und die Politik in Hessen wurden ausführlich gewürdigt. Obwohl die Grünen eine Ehe mit »dem Volker« eingegangen sind, wagte der Dorfschreiber eine Prognose: Solange wie Bouffier werde TSG (der anwesend war) nicht brauchen, um Ministerpräsident zu werden. Klage führte der Dorfschreiber gegenüber der Landrätin: »Oh weh, was ist geschehen. Die »Klein-Offenbächer (die Nachbarn aus Villingen) haben eher schnelles Internet als wir.« Auch Geschehnisse aus dem Ort vergaß Leipold nicht, sehr zum Leidwesen der Betroffenen.

Happy Birthday, Bonita!

Die beiden Tanzmariechen Jelena Weißbecker und Bonita Galir boten anschließend einen Tanz der Extraklasse. Nach einer Zugabe stimmte der ganze Saal »Happy Birthday, Bonita« an, denn des Wirtes Töchterlein hatte Geburtstag.

»Irmchens Alptraum Chor« aus den letzten Jahren firmierte diesmal unter dem Namen »Lenas Notenverdreher«. Mit einem Helene-Fischer-Medley und »An Tagen wie diesen« von den Toten Hosen konnten die Sänger überzeugen.

Sein Debüt in der Bütt als Schornsteinfeger gab Julian Rossbach vom DCC-Nachwuchs. Klasse, was der Neuling so alles beim Fegen im Ort erlebt hat.

Und dann hieß es: Ja ist denn schon Weihnachten? Mitnichten. Aber beim DCC gibt es jedes Jahr Geschenke für die Ehrengäste. Und was für welche. Stadtverordnetenvorsteher Karl-Ludwig Büttel bekam eine Flasche »Ütpher Sojläpps« (Essig), da er und Stadtrat Weber es im vergangenen Jahr versäumt hatten, eine Flasche Schnaps an den erkrankten Bürgermeister weiterzugeben. Blutdrucksenkende Knutschbällchen in den städtischen Farben Gelb und Blau bekam Stadtverordneter Norbert Marsfelde, der in der letzten Parlamentssitzung nach einem SPD-Beitrag über hohen Blutdruck geklagt hatte. Und weil ihm immer kalt ist, gab’s noch ein Wärmekissen dazu. Eine Flasche Kräuterlikör, Marke »Aha« nahm Bürgermeister Rainer Wengrosch mit, zum Einsatz in seinen Sprechstunden. Die sollen ungefähr so ablaufen: Bürger versteht die Aussagen des Bürgermeisters und sagt »Aha«. Dazu gab es zwei Schutzschirm-Schnapsbecher, zwei Fingerhüte aus Metall. Denn wenn gespart wird, dann auch da. Hübsch war auch ein neues Ortsschild mit der Aufschrift »Schutzschirm-Kommune Hungen: Wir sparen so lange, bis die Horloff trocken liegt«. Auch Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel wurde überrascht: mit zwei kleinen Bobbycars. Eins in Schwarz mit rotem Lenkrad, das andere in Rot mit weißem Lenkrad, damit er sich in Zukunft den passenden Partner suchen kann. Landrätin Anita Schneider durfte sich über ein »AS-Notfallset« freuen. Es enthält eine lange Hand, damit ein Mitfahrer die Landrätin von hinten zum Stop vor der roten Ampel auffordern kann. Außerdem zwei Aufkleber mit dem Hinweis »Rasende Landrätin« und eine weiße Maske, damit sie ihr Gesicht verbergen kann. Pfarrer Hartmut Lemp schließlich bekam das DCC-PKK (Pastorales Krücken-Konzept), bestehend aus Krückstock mit LED-Lampe, Spikes für die Schuhe, einem Salzstreuer und einem Sammelbecher für die Nachbarn in »Klein Offenbach« mit der Aufschrift »Flutlicht to
come«. Auch Bürgermeister Rainer Wengorsch hatte ein Geschenk mitgebracht: eine Flasche Hochprozentiges und eine Ehrenurkunde für den »Dollsten Ortsvorsteher«.

Danach bot die DCC-Garde (Leitung: Susanne Vater-Fröhlich und Bonita Galir) wieder etwas fürs Auge. Zudem wurden die vielen Helfer vor und hinter der Bühne geehrt. Was macht ein Damencarnevalclub anders als andere Karnevalsvereine? Carina Babilinski weiß es: »Wir haben die schöneren Frauen«. Die Damen der »Rot-Gelben-Funken«, die Oldie-DCC-Garde, trat sogleich den Beweis an.

Auf riesige Resonanz stießen die folgenden Dreharbeiten für eine »Jagd auf den Keiler«. Klar, dass manche Jagdszenen zur Freude des Narrenvolkes gleich mehrfach gedreht werden mussten. Ein Super Beitrag, dem ein weiterer Auftritt der Notenverdreher folgte. Für die Akteure wurde eine dreifache Stimmungsrakete gezündet, ebenso für die Schlümpfe von der Nonnenrother Verunsicherung. Die jungen Männer werden von Susanne Vater-Fröhlich, Bonita Galir und Anja Gorsler trainiert. Höhe- und Schlusspunkt des Programms waren die Damen der Tanzgruppe »Take Hive«. Sie werden seit Jahren von Olga und Irina Schindler trainiert. Beim Finale schließlich zogen das Komitee und alle Mitwirkenden durch den Saal. Die Kapelle Mr.Starlight & Band« sorgte dafür, dass im Bürgerhaus die Lichter noch lange nicht ausgingen.

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