Hungen

Großer Andrang in der Käsescheune in Hungen

24. Juni 2013, 13:58 Uhr
Großer Andrang herrschte an der Theke im Genussladen. Angesichts des umfangreichen Angebotes an Wurst und vor allem Käse fiel die Wahl nicht leicht. (Fotos: tr)

Gefeiert wurde das Ereignis zudem mit einem Straßenfest, bei dem ein umfangreiches kulinarisches wie auch kulturelles Programm geboten wurde.

Von 11 Uhr an strömten die Menschen in die Brauhofstraße, um das teils sanierte, teils erweiterte Gebäudeensemble zu besichtigen, den Käsern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu blicken, sich auf dem kleinen Markt mit regionalen Produkten zu versorgen und die Köstlichkeiten des Hauses auszuprobieren, etwa den Vogelsberger Salzekuchen aus dem Backhaus. Für die musikalische Unterhaltung der Besucher sorgte die Showband »Sunbow«. Auch an die kleinen Gäste hatte man gedacht. Ihnen wurden neben der Möglichkeit, sich schminken zu lassen, Filzkurse und eine Hüpfburg geboten.

Hochbetrieb herrschte an der Theke im Genussladen, etwas Wartezeit musste man schon in Kauf nehmen, doch angesichts des umfangreichen Käse- und Weinangebotes wurde dies ohne Murren in Kauf genommen. Gut Ding braucht schließlich Weile.

Hörte man sich in der Menschenmenge um, so waren die Besucher drinnen wie draußen voll des Lobes für das wohl nicht nur in Hungen, sondern auch darüber hinaus einmalige Projekt. Die 53-jährige Erzieherin Elke aus Villingen etwa zeigte sich überrascht von der Reichhaltigkeit des Angebotes an regionalen Lebensmitteln. Besonders angetan war sie von den vielen Töpfereiprodukten.

Auch der 79-jährige Rentner Horst war vollauf begeistert. Denn als Hungener kenne er die beiden Scheunen und die ehemalige Baulücke. Respekt zollte er den »Ideengebern und Projektentwicklern«. Er hoffe, dass die Käsescheune und ihr weitreichende Angebot nun auch in Hungen angenommen werde.

Überregionales Interesse

Die 43-jährige Hungenerin Ingrid war der Meinung, dass die Käsescheune zu der Stadt passe und der Auftakt auf einen erfolgreichen Betrieb hoffen lasse.

Gar aus Taunustein war die 31-jährige Heidi mit ihrer Familie angereist. Im Rundfunk habe sie von der Veranstaltung erfahren und sich spontan entschieden, daran teilzunehmen. Was sie vorgefunden hat, habe ihre Erwartungen weit übertroffen. Dass man die Herstellung des Käses hautnah miterleben könne, habe sie sich so nicht vorgestellt.

»Hungen kann stolz sein, dass es noch Investoren gibt, die ein Herz für die Stadt haben«, meinte ein 69-jährige Rentner aus Königstein, der seit Jahren ein Haus am Trais-Horloffer See besitzt. Die Käsescheune sei genau das, was der Stadt gefehlt habe.

In einem waren sich alle Besucher einig: Die Käsescheune ist ein Leuchtturmprojekt, dass die Attraktivität der Stadt steigert. Mit ihrer Eröffnung sei ein weiterer Schritt in der Stadtentwicklung getan worden.

Der ehemalige Bürgermeister Klaus Peter Weber, unter dem das Projekt einst angestoßen worden war, betonte, dass nun die Achse zwischen Marktplatz und Kulturzentrum geschlossen wurde und sich den Bürgern und Besuchern der Stadt als eine anregende Flaniermeile darbietet. Von daher sei dies ein »historischer Tag« für Hungen.

Schafsmilch für die Hungener Käsescheune

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