Gesamtschule Hungen sucht direkten Draht zu potentiellen Arbeitgebern

Hungen (mlu). Die Gesamtschule Hungen sucht den direkten Draht zu potentiellen Arbeitgebern. Mit der Sparkasse Laubach - Hungen wurde ein Kooperationsvertrag vereinbart. Außerdem erstellten Schüler eine Bewerber-Datenbank, auf die die Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden zugreifen können.
11. November 2011, 13:53 Uhr
Florian Knaus und IT-Experte Jens Keneder präsentieren die OloV-Bewerberplattform. Entwickelt wurde sie von einer Schüler-AG.

Fähige Auszubildende zu bekommen wird für Arbeitgeber heutzutage immer schwieriger. »Der Markt hat sich gedreht«, meinte Josef Kraus, Direktor der Sparkasse Laubach – Hungen, bei der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Finanzinstitut und der Gesamtschule Hungen am Freitagmorgen.

Durch jährlich veranstaltete Führungen in der Sparkasse, Stellenausschreibungen in der Schule, Bewerbertrainings und Vortragsveranstaltungen wird nunmehr die Zusammenarbeit zwischen Schule und lokalen Unternehmen konkret und verbindlich, damit Schüler frühzeitig ein Gespür für den Arbeitsmarkt bekommen. »Von dieser Vereinbarung profitieren wir beide«, betonte Kraus. »Die Schüler gewinnen Einblicke in die Arbeitswelt des Bankenwesens, und umgekehrt lernen wir potenzielle Bewerber kennen.«

Bislang ist diese verbindliche Form der Zusammenarbeit einmalig, doch wolle man auch andere Partner aus der Region für dieses Modell gewinnen, erklärte Schulleiter Jörn Koppmann, an dessen Schule die »Optimierung der lokalen Vermittlung bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen« (OloV) forciert wird.

Seit über zwei Jahren besitzen Schüler ab der achten Jahrgangsstufe einen »Berufswahlpass«, der quasi einer Bewerbungsmappe mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Praktikumszeugnissen entspricht. Frühzeitig sollen Schüler ihre Interessen, vor allem ihre Stärken und Schwächen reflektieren. Ein Pilotprojekt wurde nun mit der OloV-Datenbank geschaffen. Auf dieser Internetplattform können sich die Schüler mit ihrem Berufswahlpass präsentieren. Interessierte Unternehmen erhalten ein Passwort und somit die Möglichkeit, sich einen Überblick über potentielle Bewerber zu verschaffen, sie gegebenenfalls auch direkt zu kontaktieren. »Der Witz an der Sache ist, dass nun auch Arbeitgeber mal den ersten Schritt machen können«, sagte der zuständige Projektadministrator Jens Keneder. »Die OloV-Seite bietet Nutzern auch Filter-Tools, mit denen sie gezielt nach Auszubildenden suchen können. Wichtig war für uns, dass die Schüler sich zwar präsentieren können, dabei aber anonym bleiben. Die Teilnahme ist freiwillig, und sobald sie die Schule verlassen, werden ihre Daten gelöscht.«

Schulleiter Koppmann ist stolz darauf, dass die Schule mit dieser Internetplattform ein Projekt von praktischem Nutzen realisiert hat, denn programmiert wurde das Portal von Schülern in einer »IT-Projektgruppe«.

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