Schöne Mischung unterm Villinger Kirchendach

Hungen (tr) »Belle Mélange« stand zum zweiten Mal auf dem Programm des Villinger Kultursommers. Im Amphitheater im Pfarrgarten sollte die musizierende Frauen, die jeden mit Charme und Esprit bestechen, auftreten. Doch es war zu kalt. Pfarrer Hartmut Lemp hatte es vorausgesehen und die Kirche für das Kabarett-Konzert angeboten.
03. Juli 2013, 15:48 Uhr
Sie wissen, was Mann wissen muss: Theresa Heinz, Nadja Schneider und Polina Blüthgen von »Belle Mélange« (Pianistin Vitalina Pucci ist auf der engen Bühne nicht zu sehen). (Foto: tr)

In einer Gedenkminute erinnerte Pfarrer Lemp an den vor wenigen Wochen an seinem 60. Geburtstag verstorbenen Gerhard Rupp. Er war engagiertes Mitglied der Gemeindestiftung, die Kultur in Villingen fördert. Auch die Kollekte seiner Trauerfeier, an der mehr als 800 Menschen teilnahmen sei der Stiftung zugeflossen. Rupp zu Ehren ließ Lemp die Glocke aus dem Jahr 1505 läuten.

Es war kein Stuhl mehr frei, als die vier Musikerinnen den Altarraum zu ihrer Bühne machten. Das Programm unter dem Titel »Cherchez la femme – was Mann wissen muss« hatte eine besondere Note. Im Dialog bestimmte das Publikum den Programmablauf. Durch Zuruf eines Buchstaben aus dem Alphabet entschied Sängerin Theresa Heinz, was zu spielen sei. Der erste Buchstabe, das »V«, kam von Pfarrer Lemp. Er wurde mit Georg Kreislers schrägem Song »Geben Sie acht« belohnt. Damit begann ein Abend zum Thema Liebe, Mann und Frau und über das, was man darüber wissen sollte. Dabei war Theresa Heinz die führende Gestalt, die als Sängerin und Moderatorin erotisch, frech, nachdenklich und zart das Publikum bestach. Ihre Mitstreiterinnen Vitalina Pucci (Flügel), Polina Blüthgen (Flöte) und Katja Schneider (Cello) überzeugten durch ihr gekonntes Spiel im Duo oder auch solo.

Zu den Titel die die kesse Theresa Heinz auswählte, gehörten Chansons und Pop, Klassiker, Schlager und Lieder der Zwanziger Jahre. Amüsantes wie »wegen Emils seine unanständ’ge Lust« »Männer muss man loben«, die »Tigerlily« »Blusenkauf oder »Ja Schatz«, wurden mit entsprechendem Beifall belohnt. Auch bei Kreisler »Herrliches Weib« und Konstantin Weckers »Was ich an dir mag« fand Theresa Heinz mit ihrer wandlungsfähigen Stimme den richtigen Ton. Nach 20 Titeln ließ das Publikum die vier Damen nicht ohne Zugabe von der Bühne. Noch einmal begeisterten sie mit einem Kreisler-Titel: « Tauben vergiften im Park«.

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