THW bezieht in Grünberg seine neue Unterkunft

02. November 2014, 19:48 Uhr
Schlüsselübergabe für die neue Unterkunft des THW-Ortsverbandes in Grünberg (von links): Ortsbeauftragter Steffen Musch, Stefanie Lauber (Geschäftsführerin in Gießen), Hans-Georg Hartmann vom THW-Landesverband, Lutz Leide (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), Staatsminister Dr. Helge Braun und Investor Bodo Liesemer. (Foto: fp)

Die alten Gebäude hinter der Gallushalle erfüllten schon lange nicht mehr die Anforderungen, Platzmangel herrschte, die Ausrüstung verrottete im Freien. Nach jahrelanger Entscheidungsfindung und Planung wurde am Samstag ein neuer Meilenstein in der Geschichte der heimischen Helfer gesetzt.

Ortsbeauftragter Steffen Musch bezeichnete den Samstag als großen Tag für den Ortsverband. Die Bevölkerung benötige ein funktionierendes technisches Hilfswerk mit entsprechender Ausrüstung und Unterkunft.. Vom Spatenstich im Januar bis zur Schlüsselübergabe hätten alle Verantwortlichen reibungslos zusammen gearbeitet. Dafür sprach Musch seinen Dank aus, zudem an die Sparkasse Grünberg, die die Multimedia-Ausrüstung sponserte. Eine Gratulation gab es für den langjährigen Ortsbeauftragten Karl-Heinz Weber, der am Samstag Geburtstag feierte, Lob für die Feuerwehr Queckborn, die die Bewirtung übernommen hatte.

Hans-Georg Hartmann vom Landesverband rief die heimischen Helfer dazu auf, die neue Unterkunft nun mit Leben zu erfüllen. Hartmann dankte Staatsminister Braun; der Bund habe zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, die beim THW in Ausrüstung, Fahrzeuge und Unterkünfte fließen sollen. Positives berichtete Hartmann über den Diensteifer des Grünberger Ortsverbandes. Betrage bundesweit der Durchschnitt der geleisteten Stunden pro Helfer und Jahr 239, seien im Landesverband 276 zu verzeichnen, in Grünberg werden 317 geleistet.

Nicht akzeptabel sei der Zustand der alten Unterkunft gewesen, so Thorsten Schäfer-Gümbel, der Fraktions- und Landesvorsitzender der hessischen SPD, in seinem Grußwort. Trotz Haushaltskonsolidierung müsse die Politik aufpassen, dass Bürger sicher leben können. »Was Hilfsorganisationen ausmacht, nimmt man erst wahr, wenn diese gebraucht werden«, sagte Helge Braun. Dies merke man aktuell bei der Verbreitung des Ebola-Virus. Für Erdbeben oder Flutkatastrophen habe man das THW, für Ebola rüste man sich nun erst. Braun lud die zehn THW-Helfer, die die meiste Zeit in Neubau und Umzug investierten, nach Berlin ein.

Motivationsschub für die Helfer

Lutz Leide von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zeichnete die Unterstützung bei der Herstellung angemessener Unterkünfte auf. Leide ging auf den Vorteil von Investorbauten ein und lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Investor Bodo Liesemer zeigte sich über die Einladung erfreut: »Wenn der Nutzer den Investor einlädt, kann nicht viel schiefgelaufen sein«. Liesemer ging auf den zeitlichen Ablauf beim Bau ein, der sich zügig gestaltet habe. Liesemer an die THW-Angehörigen: »Ihr habt Euch die neue Unterkunft nicht nur erarbeitet, sondern auch verdient«.

Glückwünsche und Grußworte überbrachten außerdem Kreisbrandinspektor Mario Binsch für Landrätin Anita Schneider und den Kreisausschuss sowie Otto Klockemann für den Magistrat der Stadt Grünberg, die Nachbargemeinde Mücke, die GWG und Ortsvorsteher Dirk Bender. Klockemann war der Ansicht, das dritte Domizil in der Geschichte des Ortsverbandes werde langfristig den Anforderungen genügen und ein Motivationsschub für die Helfer bedeuten. Weitere Grußworte sprach Direktor Ulrich Zinn für die Sparkasse Grünberg, der auch die Multimedia-Ausstattung für den Schulungsraum übergab. Die Glückwünsche von Grünbergs Feuerwehren überbrachte Stadtbrandinspektor Lothar Theis. Weitere Gratulationen kamen von den THW-Ortsverbänden Alsfeld, Dillenburg, Korbach, Marburg und Frankenberg.

Im Rahmen der Schlüsselübergabe wurde auch ein Kühlanhänger übergeben, finanziert durch Firmenwerbung. Hier ging der Dank des THW Grünberg an alle Sponsoren. Der offiziellen Feierstunde schloss sich ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten auf dem gesamten Gelände an.

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