Grünberg

Grünberger Unternehmen Bender expandiert

14. Februar 2011, 12:06 Uhr
Noch in diesem Jahr soll es mit der umfassenden Neuordnung des Stammsitzes der Dipl.-Ing. W. Bender GmbH& Co. KG in Grünberg losgehen. Einher geht die Neuordnung eines kompletten Viertels im Grünberger Industriegebiet - ein Millionenprojekt von städtebaulicher Relevanz. Um Platz zu schaffen, wird etwa ein halbes Dutzend Gebäude abgerissen. In rund vier Jahren soll die ambitionierte Planung Stein und Glas geworden sein. Die Skizze zeigt die Neubauplanung, links unten das Empfangsgebäude an der Ecke Londorfer / Robert-Bosch-Straße, das als einziges Firmengebäude bestehen bleibt. (Foto: pm)

Grünberg (tb). Seit Längerem bereits trägt sich das Grünberger Unternehmen Dipl.-Ing W. Bender GmbH & Co. mit Expansionsabsichten. In Kürze aber dürfte die letzte Hürde genommen sein: Der Bauantrag wurde vor wenigen Wochen eingereicht, die Stadt hat ihr Einvernehmen hergestellt und rechnet mit einer problemlosen Genehmigung der Kreisbauaufsicht. Auf fünf Bauabschnitte verteilt, sieht die Planung des Marktführers für Überwachungssysteme der elektrischen Sicherheit, eine umfassende Neuordnung seines Stammsitzes vor. Bereits ein erster Blick auf die Entwürfe des Architekturbüros verrät: Das Gesicht des Industriegebiets an der Straße nach Londorf wird sich komplett verändern. Ein privates Vorhaben mit städtebaulicher Relevanz.

Wie anhand des Entwurfs zu erkennen, wird nahezu das komplette Viertel zwischen Londorfer, Robert-Bosch- und Carl-Benz-Straße neu geordnet. Heißt: Bis auf das Empfangsgebäude zur Landesstraße hin, wird der Altbestand abgerissen, die Fläche neu bebaut - eine Aufwertung für Grünbergs nördliches Entree.

Dass vonseiten der Genehmigungsbehörden keine Hürden aufgebaut werden, damit rechnet die Stadt, naturgemäß interessiert an der weiteren Aufwärtsentwicklung ihres mit knapp 300 Beschäftigten vor Ort (weltweit sind es rund 500) auch größten Arbeitgebers. Laut Bürgermeister Frank Ide hat es im Vorfeld der Bauantragstellung entsprechende Signale gegeben. Nicht zuletzt: Der Kreis sehe keinen Bedarf für ein Bauleitplanverfahren, bestehende Bebauungspläne fürs Industrie- und Gewerbegebiet »Temperwiesen« ließen die Abweichungen zu.

Wie der Verwaltungschef bestätigte, dürfte mit dem Durchbruch in Sachen »Bender-Neubau« auch der Erweiterung des Baumarktes nichts mehr im Wege stehen (wie von der GAZ berichtet, benötigt der »Herkules«-Investor dafür ein Bender-Grundstück gegenüber der Polizei, das für etwaige Expansionen vorgesehen war).

Sabine Bender-Suhr, kaufmännische Geschäftsführerin der Walter Bender GmbH zu den Motiven der Investition: »Auch in Zukunft wollen wir unseren Kunden innovative und qualitativ hochwertige Produkte anbieten und neue Märkte öffnen. Durch die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre - trotz Wirtschaftskrise - sind die Mitarbeiter- und Produktionszahlen stetig gestiegen. Eine Expansion wurde unumgänglich.«

Im Laufe des vergangenen Jahres habe man ein fundiertes Planungskonzept erarbeitet, das den Platzbedarf für die nächsten Jahre abdecken soll. Gemeinsam mit den Architekten der »Deutschen Projektbau« - ein auf Industrie- und Verwaltungsgebäude spezialisiertes Büro - sei ein »ganzheitliches Raum-, Flächen- und Nutzungskonzept erarbeitet worden, um zeitgemäße und in die Zukunft gerichtete betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Anforderungen umsetzen zu können.«

»Auf hohe Energieeffizienz geachtet«

Übergreifendes Ziel der Neuordnung ist die räumliche Zusammenführung wesentlicher Unternehmensbereiche - Entwicklung, Produktion, Lager- und Materialwirtschaft, Büro- und Verwaltung - auf einem Gelände. Nicht zu vergessen: arbeitsplatznahe Stellplätze. Bender erwartet aber nicht nur die Optimierung produktionstechnischer Prozesse und logistischer Abläufe: Als besonderer Akzent ist ein »grüner Innenhof« zu nennen, in dem ein Sozialbereich mit einer großen Kantine für alle Mitarbeiter entsteht.

Der neue zentrale Eingangsbereich wird zur Robert-Bosch-Straße hin ausgerichtet sein. Durch seine »bauliche Akzentuierung« mit einer davor liegenden Freifläche soll er den gebührenden optischen Stellenwert erfahren. Bereits bei der Gebäudeplanung sei, so weiter Bender-Suhr, auf eine ökologische Bauweise und eine hohe Energieeffizienz Wert gelegt worden. »Der Einsatz moderner und umweltverträglicher Materialien, die Nutzung alternativer Energien in Form von Fotovoltaikanlagen auf den Dachflächen und einem Blockheizkraftwerk gewährleisten einen Bau nach dem neuesten Stand der Technik. « Der Bauantrag für ein Produktionsgebäude mit 3500 qm Grundfläche als erstem Bauabschnitt ist gestellt. Für die weitere Umsetzung seien - abhängig von Machbarkeit und Priorität - fünf Bauabschnitte gebildet, die in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahmen, so Sabine Bender-Suhr abschießend, werden nicht weniger als 7500 qm Büro- und 4700 qm Produktionsfläche neu entstanden sein.

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