Buseck

Hallenbad Buseck soll Hallenbad bleiben

25. September 2014, 18:38 Uhr
Die Süfassade des Hallenbads (Symbolfoto).

250 000 Euro sollen nach Empfehlung des HFA (wie auch schon in den beiden Ausschüssen am Montag beschlossen, wir berichteten) zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, da sich weniger bei den baulichen Maßnahmen als vielmehr bei Elektro-, Sanitär- und Heizungstechnik neue Sachstände ergeben hätten.

Bremer sprach von schlechten Unterlagen zur Bestandslage. So habe man viele Probleme erst erkennen können, als die entsprechenden Bereiche des Gebäudes geöffnet worden waren. Insbesondere die Elektrotechnik habe gravierende Defizite bei der damaligen Installierung ergeben.

Ob, wie es Bürgermeister Reinl am Montag formulierte, damit das »Ende der Fahnenstange« erreicht ist, wollte der Architekt nicht vorhersagen. Auch die Ablaufrinne sei schadhaft. Man habe Undichtigkeiten und daraus folgende Wasserverluste auf mindestens fünfeinhalb Metern festgestellt. Nun werde Stück für Stück weiter geprüft: »Das ist ein bisschen wie Jugend forscht«, so Bremer. Insgesamt habe man aber bei den reinen Baugewerken die Kosten bisher durch »Verschiebungen« im gesetzten Rahmen halten können.

Zur Abstimmung stand erneut ein Änderungsantrag von Willy Jost (SPD): Die Bürgermeistervorlage, wonach an der Südfassade ausschließlich eine »Wärmedämmung und Fassadendichtigkeit« vorgesehen ist (Variante 4: 37 400 Euro), sollte abgelehnt werden und dafür eine Öffnung der Fassade erfolgen, um den Außenbereich im Sommer als Liegewiese nutzen zu können. Zu bevorzugen sei Variante zwei (Verglasung mit doppelflügeliger Tür für 179 000 Euro), alternativ Variante drei (Tür, seitliche Verglasung, Windfang, Durchschreitebecken für 113 500 Euro). Dies lehnten sieben Ausschussmitglieder ab, nur Jost stimmte dafür, es gab eine Enthaltung.

»Bei Freibad blutige Nase geholt«

Heinz Seibert (CDU) meinte, bei Variante 3 seien die rund 70 000 Euro mehr (gegenüber der kleinsten Variante 4) für »nur eine Tür« ziemlich viel. Bremer erklärte, dass das dabei vorgesehene Durchschreitebecken, mit dem man Verschmutzungen innerhalb des Bades verhindere, den deutlichsten Kostenfaktor bei dieser Variante ausmache, da es an die Technik angeschlossen sein müsse.

Auf die Frage von Peter Fischbach, was er, Bremer, empfehle, konnte der Architekt nur mit der Schulter zucken: Das hänge vom Nutzungskonzept ab. Ob nur ein Ausgang zur Wiese, ohne beispielsweise ein Planschbecken, so angenommen werde, darüber könne man schon zweifeln. Letztlich sei es eine politische, »ihre Entscheidung«.

Dominik Panz (CDU) meinte, beim Freibad habe man sich durch die Kommunalaufsicht im Rahmen der Haushaltsgenehmigung erst eine »blutige Nase« geholt. Josts Rechnung, wonach bei der 140 000 Euro teureren Variante zwei durch Abschreibungen und Zinszahlungen jährlich 10 000 Euro für die Gemeinde anfielen, bedeute aber auch, das bei der genannten 30-jährigen Abschreibung insgesamt 300 000 Euro zu Buche schlagen würden. Die CDU werde deshalb diesen Änderungsantrag ablehnen.

So sah es auch Luise Böttcher (Grüne). Das hier nicht ausgegebene Geld könne man besser für andere Notwendigkeiten ausgeben, die sich ja womöglich noch ergäben. »Es ist ein Hallenbad, in dem man schwimmen lernt und schwimmt und nicht auf einer Liegewiese liegt. Ich möchte, dass es ein Hallenbad bleibt«, erklärte sie.

Schlagworte in diesem Artikel

  • CDU
  • Euro
  • Finanzausschüsse
  • Freibäder
  • Hallenbäder
  • Kostensteigerungen
  • SPD
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.