Buseck

Solarstrom vom Dach des Busecker Kulturzentrums

23. Januar 2014, 17:18 Uhr
Derzeit eingerüstet: Auf dem Dach des Busecker Kulturzentruns werden die Module für eine Photovoltaikanlage installiert. (Foto: khn)

Die Genossenschaft baut die Anlage und pachtet dafür von der Gemeinde die Flächen auf 20 Jahre, also bis 2034. Im Gegenzug bezieht die Gemeinde ihren Strom (günstiger als bisher) von der Genossenschaft, erklärte Sonnenland-Vorstandsmitglied Franz Borgmann gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Vertrag selbst hat eine fünfjährige verlängerungsoption, wenn er nicht gekündigt wird. Vor einigen Tagen wurde das Kulturzentrum eingerüstet, derzeit laufen die Arbeiten zum Installieren der Fotovoltaikmodule. Auf die Veranstaltungen haben die Bauarbeiten keinen Einfluss, sie können trotzdem stattfinden. Die Anlage hat eine Größe von knapp 100 kWp und kann mit ihren 391 Modulen und sieben Wechselrichtern im Jahr 85 000 Kilowattstunden Strom erzeugen, was den Strombedarf von 21 Einfamilienhäusern decken könne. Das ist mehr, als für das Kulturzentrum und das Restaurant benötigt wird. Daher soll ein Teil des Stroms gegen die übliche EEG-Vergütung in das Netz der Stadtwerke Gießen eingespeist werden. Diesbezüglich stehe man in Verhandlungen mit den SWG.

Auch ist angedacht, die Gemeindeverwaltung im Schloss und den Bauhof zu versorgen. Auch hier liefen derzeit Verhandlungen, sagte Borgmann. Allerdings müssten auch die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprüft werden. Unter anderem müsse man eine Extraleitung verlegen. Die Investitionskosten bezifferte Borgmann auf rund 110 000 Euro.

Weiterer Schritt zur Klimakommune

Bürgermeister Erhard Reinl sieht in diesem Projekt nicht nur eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit Sonnenland, sondern auch einen weiteren Schritt in Richtung der propagierten »Klimakommune Buseck«. Mit Sonnenland zusammen habe man auf den Kindertagesstätten »Traumland Panama« in Großen-Buseck und »Regenbogenland« in Beuern Fotovoltaikanlagen installiert. Die Gemeinde selbst betreibt vier Anlagen auf dem Feuerwehrgerätehaus Großen-Buseck, dem Dorfgemeinschaftshaus Trohe, der Willy-Czech-Halle Beuern und der Mehrzweckhalle in Großen-Buseck.

Weitere Gebäude hat die Gemeinde untersuchen lassen, jedoch gibt es diverse Einschränkungen, die Solaranlagen wirtschaftlich unrentabel machen, so zum Beispiel Verschattungen oder die Notwendigkeit, die Dächer vorher zu sanieren.

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