Buseck

Busecker Bahnhofsgebäude kurz vor Verkauf?

11. März 2011, 17:00 Uhr
Das Bahnhofsgebäude in Großen-Buseck steht offensichtlich vor dem Verkauf. Die DB verhandelt derzeit mit einem Privatmann. (Foto: rüg)

Weitere Angaben machte die Deutsche Bahn dazu nicht. Lediglich: Man sei mit einem Interessenten im Gespräch und es bestehe Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss.

In den vergangenen Jahren hatte sich die SPD in der Gemeindevertretung mehrfach dafür eingesetzt, dass die Gemeinde Buseck das Gebäude kaufen sollte, um die Entwicklung in diesem Bereich selbst in der Hand zu haben. Bei Freien Wählern und Christdemokraten war dies jedoch mit Blick auf den mutmaßlichen Bauzustand, die Sanierungs-und Folgekosten und die unklare Nutzung durch die Kommune auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Seitens der SPD hatte sich der Großen-Busecker Ortsbezirksvorsitzende Erich Hof immer wieder für den Kauf eingesetzt, um vor allem auch für die Bahnkunden in den Wintermonaten einen überdachten Bereich zu erhalten, in dem sie nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind. Die jetzigen Planungen der DB liefen jedoch darauf hinaus, eine solche Möglichkeit am Bahnsteig zu schaffen. »Aber eine Wartehalle ersetzt kein solides Bahnhofsgebäude«, so Hof.

Veränderungssperre beschlossen

Nun macht in Großen-Buseck auch noch das Gerücht die Runde, dass im oberen Bereich des Gebäudes möglicherweise Damen des »Rotlichtmilieus« einziehen könnten. Dies konnte Bürgermeister Erhard Reinl auf Anfrage der GAZ am Freitag weder bestätigen noch dementieren. »Ich kann mir das nicht vorstellen, ich kann es jedoch auch nicht ausschließen«, sagte Reinl.

Der Bürgermeister verwies darauf, dass der Bereich »Bahnhof Großen-Buseck« als »Insellösung« in das Programm »Einfache Stadterneuerung« aufgenommen worden sei und dass die Gemeindevertretung im Februar 2010 den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst habe, der eine Veränderungssperre enthalte. Ziel des Bebauungsplanes ist es, planungsrechtliche Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung der nicht mehr betriebsnotwendigen ehemaligen Infrastruktureinrichtungen zu schaffen. Damit will man verhindern, dass ein eventueller privater Käufer Vorhaben umsetzen kann, die den Interessen der Gemeinde zuwiderlaufen. Ausgenommen sind Maßnahmen, die vor der Veränderungssperre genehmigt wurden. Das ehemalige Empfangsgebäude umfasst eine Geschossfläche von rund 350 Quadratmetern, steht unter Denkmalschutz und ist laut DB renovierungsbedürftig. Das insgesamt rund 7000 Quadratmeter große Grundstück ist durch Gleisanlagen geteilt. Die Veränderungssperre tritt nach zwei Jahren außer Kraft, kann jedoch um ein Jahr - unter besonderen Umständen noch um ein zweites - verlängert werden.

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