Buseck

Saufgelage endet blutig

17. Februar 2016, 18:13 Uhr

Scheinbar hatte das Opfer aber noch Glück im Unglück – nach Auskunft einer Rechtsmedizinerin bluteten seine Schnitt- und Stichverletzungen zwar stark, waren aber nicht tief.

Was war der Grund für diese Attacke am frühen Morgen des 19. August vergangenen Jahres? Der 38-jährige Angeklagte gab an, von dem um ein Jahr älteren Opfer in dessen Wohnung in Großen-Buseck mit einem Messer bedroht worden zu sein. Außerdem habe der Mann seine Wohnungstür verriegelt, »so dass ich gefangen war«, beteuerte der in Fernwald lebende Mann. Er muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Warum sein Kumpel die Tür abgeschlossen und welchen Grund er für das Drohen mit dem Messer gehabt haben soll, wusste der Angeklagte nicht mehr. Er räumte ein, aus Angst »ziemlich randaliert« zu haben. Dabei ging ein Glastisch zu Bruch. Um sich zu wehren, habe er dem Kumpel eine Scherbe »in den Rücken gerammt«. Später soll das Opfer den Rettungsdienst alarmiert haben.

Die Polizei hatte eine andere Hausbewohnerin verständigt, die Schreie und Hilferufe aus der Wohnung gehört hatte. Laut einem Beamten sei das mit Scherben übersäte Ein-Zimmer-Apartment »blutverschmiert« gewesen. Als die Polizisten das Opfer jedoch drängten, wegen seiner Verletzungen ins Krankenhaus zu gehen, sei der 39-Jährige »aufbrausend« geworden.

Der Angeklagte hatte zur Tatzeit laut Rechtsmedizin mindestens 1,8 Promille Alkohol im Blut. Der arbeitslose Mann gab an, wochenends regelmäßig eine Flasche Wodka zu trinken. Das Opfer, dem er in Raten 2000 Euro für den entstandenen Schaden zurückzahle, bezeichnete er als »schweren Alkoholiker«. Der muss 150 Euro Ordnungsgeld zahlen, weil er trotz Einladung nicht bei Gericht erschien. Der Prozess wird am 9. März fortgesetzt.

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