Königsberger Bücherei: Ein Ort der Kommunikation

Biebertal (ws). Die Evangelische Kirchengemeinde Königsberg hatte anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Gemeindebücherei zu einer Lesung mit den Autoren Annette Biemer (Wetzlar) und Jörg Olbrich (Schöffengrund) in den Gemeindesaal im Pfarrhaus eingeladen. Dazu konnte die Leiterin der Bücherei, Martina Emmerich, rund 20 Besucher begrüßen.
11. Juni 2010, 17:50 Uhr
Die Autoren Annette Biemer und Jörg Olbrich zusammen mit Büchereileiterin Martina Emmerich und Kirchenvorstand Gerda Czapla (Foto: ws)

Biebertal (ws). Die Evangelische Kirchengemeinde Königsberg hatte anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Gemeindebücherei zu einer Lesung mit den Autoren Annette Biemer (Wetzlar) und Jörg Olbrich (Schöffengrund) in den Gemeindesaal im Pfarrhaus eingeladen. Dazu konnte die Leiterin der Bücherei, Martina Emmerich, rund 20 Besucher begrüßen.

»Zehn Jahre Bücherei sind nur ein kleiner Meilenstein. Die Kultur hier in Gemeinde ist mir ein besonderes Anliegen. Ich habe schon immer gerne gelesen; mein Vater brachte mir als Kind immer Bücher mit und ich lese heute noch gerne. Als Pfarrer Jakobi wegging, begann die Gemeindearbeit. Elisabeth Augst aus Fellingshausen brachte die ersten zwei Kartons Bücher vorbei. Hinzu kamen Buchspenden aus dem Ort und vom Second-Hand-Laden in Bieber. Für unsere gut ausgestattete Bücherei, die Literatur für Erwachsene, aber auch Bücher für Kinder bereithält, fehlen noch weitere Leser. Die Bücherei ist freitags von 16 bis 17.30 Uhr und in diesem Jahr auch während der Sommerferien geöffnet. Mein Hobby habe ich als gabenorientierten Dienst in die Gemeinde mit eingebracht«, erläuterte Martina Emmerich in ihrem kurzen Rückblick auf die Büchereiarbeit in den vergangenen zehn Jahren. Sie freute sich besonders, dass zum Jubiläum eine Lesung zustande kam und hieß die Autoren willkommen.

Jörg Olbrich las zunächst aus seinem 404seitigen Roman »Das Erbe des Antipatros«, erschienen im Scratch-Verlag, Preis 9,95. Der 39jährige Kaufmännische Angestellte aus Schöffengrund hat sich beim Schreiben seines Romans von den sieben Weltwundern inspirieren lassen und diese in seinen Roman mit atemberaubender Spannung eingearbeitet. Anschließend stand Olbrich dem Publikum Rede und Antwort. Zurzeit schreibt er an seinem dritten Buch, einem historischen Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts spielt. Zu Beginn seiner Schriftstellertätigkeit schrieb er Kurzgeschichten.

Annette Biemer, die im Ulmtal aufwuchs, las aus ihrem Westerwald-Krimi mit dem Titel »Stille Post« (202 Seiten), erschienen im Schardt-Verlag, Preis 12,80 Euro. Die Betriebswirtin und freiberufliche Texterin hat ihre Erlebnisse und Eindrücke aus dem dörflichen Milieu in ihren spannenden Krimi eingebracht. Sie ist auch Autorin des Krimis »Brückenschlag«, der in Wetzlar spielt. Dieses Buch ist jetzt wieder neu aufgelegt. Zum Inhalt des Westerwald-Krimis: „Der ruhige Schein trügt: In dem kleinen Dörfchen Badhausen im Westerwald haben es einige Bewohner faustdick hinter den Ohren. Das bemarkt auch die junge Postbotin Susanna Greiner, als sie hier ihren Dienst antritt. Denn er eine oder andere Brief, den sie zustellt, löst bei seinem Empfänger mehr Schrecken als Freude aus...«. Auch Annette Biemer gab Einblicke in ihre schriftstellerische Arbeit: Wie gehen Sie vor, wenn sie einen Krimi schreiben?

Dank galt am Ende den beiden Autoren für ihre beeindruckenden Lesungen. Für den Kirchenvorstand dankte Gerda Czapla in Vertretung von Pfarrerin Claudia Strunk Bücherleiterin Martina Emmerich für ihre engagiert geleistete Arbeit. Jeden Freitag ist Martina Emmerich in der Bücherei. Auch die Kinder kommen gerne in die Bücherei und können Kickern oder Tischtennis-Spielen.

»Die Bücherei-Arbeit ist auch Reich-Gottes-Arbeit«, sagte Gerda Czapla abschließend. - Die beiden Autoren überreichten eine Bücherspende an die Königsberger Bücherei.

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