Rocknacht in Fellingshausen: Hauptsache richtig laut!

Biebertal (m). Wer die leisen Töne liebt, wäre dort fehl am Platz gewesen: Laut, hart und unverfälscht dröhnte es aus den Boxen – Weihnachten schien weit weg. Zum neunten Mal fand die Rocknacht in Fellingshausen statt.
01. Dezember 2016, 18:53 Uhr
Luftgitarre ist Trumpf: »Rocken bis der Arzt kommt« im Landgasthof Zum Dünsberg. (m) (Foto: Volker Mattern)

Im Saal des Landgasthofes Zum Dünsberg wurden die Uhren zurückgedreht – musikalisch gesehen. Zurück in jene Zeit, als sich die Rockmusik formte aus den Einflüssen von Rock’n’Roll, Beat und Blues und sich im Verlauf der 70er und 80er Jahre als eigenständige Genres manifestierte. Da waren jene Zeitgenossen, die heute die 60 anpeilen, oder schon drüber sind und mit Kniebeschwerden und Halbglatze gestraft, gerade in ihrer Sturm- und Drangzeit, polierten die Tanzfläche und ließen exzessiv durch heftige Kopfbewegungen ihr wallendes Haar zum heißen Rhythmus dieser Musik fliegen.

Rocken bis zum Morgengrauen

Vorbei die Zeit, aber nicht die Erinnerung. Da halfen die Fellingshäuser »Füchse« Heiko Mattern und Oliver Reeh nach, Gedächtnislücken zu schließen: Exzellente Kenner der Szene, unschlagbar am Mischpult und bestens gelaunt sowie mit viel Geschick bei der Auswahl der Titel. Immerhin – es galt zehn Stunden zu füllen, denn die Rocknacht endet grundsätzlich erst im Morgengrauen des folgenden Tages. Die Neunte ihrer Art wird als eine der bislang besten und auch am besten besuchten beschrieben. O-Ton einer Besucherin: »Es war wirklich ein schöner Abend und ich glaube, nächstes Jahr werden sich einige meiner Bekannten die Rocknacht nicht entgehen lassen!« Freier Eintritt und zivile Preise trugen zur guten Stimmung bei.

Ein Teil des Geldes, das man in dieser Nacht ausgibt, kommt einem guten Zweck zugute: Diesmal partizipiert die Carsten-Bender-Leukämiestiftung von der Veranstaltung. Stiftungsgeber Herwig Bender und Kuratoriumsmitglied Melanie Beimel waren unter den Gästen. Gerold Rentrop, Dritter im Rocknacht-Team, hieß sie willkommen und gab Bender die Gelegenheit, über die Stiftung zu informieren. Deep Purple, Black Sabbath, Uriah Heep, Scorpions, Mike Oldfield, America, Cat Stevens, Iron Butterfly, Aerosmith und viele mehr – alles wohlklingende Namen, deren Hits ebenso ertönten wie jene von Marius Müller-Westernhagen oder Herbert Grönemeyer. Auf der Leinwand gab es zwischendurch immer mal wieder kurze Videoclips aus Originalkonzerten der Rockgiganten. Die Tanzfläche war meist gut gefüllt mit fröhlichen Menschen, die ausgelassen tanzten. Doch bei vereinzelten Musikwünschen nach Discofox bat das Rocknacht-Team um Verständnis: Das ging gar nicht. Vertretbar indes die Öffnung in Richtung 90er Jahre – das jüngere Publikum, stark präsent, dankte es den Rocknacht-Machern. »Bonbons« waren die Verlosung von fünf CDs und zwei Eintrittskarten für ein Livekonzert der Coverband The Oldies. Melanie Beimel spielte Glücksfee.

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