Außergewöhnliches Klangerlebnis

06. September 2017, 20:47 Uhr
Christoph Brückner (M.) beweist auch als Zeichner Talent: Das Foto zeigt ihn mit Küster Adrian Liedtke (l.), Ulf Häbel, Pfarrerin Susanne Metzger-Liedkte und Paul.

Laubach (sf). Das Schicksal der »DorfSchmiede« berührt auch den Organisten Christoph Brückner aus Limeshain.

Brückner ist ein Vollblutmusiker, der bereits im Alter von sechs Jahren das Klavierspielen erlernte und neben seinem Abitur die kirchenmusikalische C-Prüfung ablegte. Dazu kamen unter anderem der Unterricht an den Instrumenten Schlagzeug und Bass-Tuba, zahlreiche Literatur- und Improvisa- tionskurse für Orgel. Seit 1974 ist er Kirchenmusiker im Bistum Würzburg und Mainz sowie Fulda. Gerne unterstützt er mit Konzerten Projekte, die ihm viel bedeuten, in ganz Deutschland ist er auf Tour. Am Wochenende war Freienseen das Ziel.

Und somit hatte die altehrwürdige Heinemann-Orgel, gebaut 1797, das Vergnügen, von dem bekannten Konzertmusiker bespielt zu werden. Rund 70 musikbegeisterte Besucher waren gekommen und lauschten dem außergewöhnlichen Klangerlebnis.

Brückners Programm war amüsant, brisant-charmant, galant, prägnant und riskant-provokant. Songs von ABBA, Rock-und Pop-Klassiker wechselten sich ab mit Werken aus Luthers Feder – eine Reise durch die Zeit zurück bis zu den Anfängen der evangelischen Kirche.

Vorab hatte sich Brückner der über 200 Jahre alten Orgel gewidmet. Ein wahres Schmuckstück, nicht nur schön anzusehen, so ganz im Stile des Rokoko, ist die. Sie besteche auch durch klangliche Leistungen, besitze außergewöhnliche Register, lautete das Lob des Experten.

Der Musiker hat weitere Talente: Rund 30 wundervolle Zeichnungen von der Orgel, der Kirche und dem Umfeld hatte er angefertigt, ebenso kunstvoll gestaltete Notenschlüssel. Alles war vor dem Altar ausgebreitet. Die gemalten Kunstwerke der Orgel konnten gegen eine Spende erworben werden, was auch in den Erlös für die »DorfSchmiede« floss.

Manchmal, sagte Pfarrerin Susanne Metzger-Liedkte, habe sie das Bedürfnis verspürt zu tanzen. So wundervoll waren die Konzertstücke ausgewählt und interpretiert worden – »ein Genießer-Konzert«, wie eine Besucherin meinte.

Nach der Pause spielte Brückner »Happy birthday«. 500 Jahre Reformation, der 300. Geburtstag des Orgelbauers Heinemann und der 220. Geburtstag seiner Freienseener Arbeit boten gleich drei Anlässe. Das Schlusslied wurde spontan ersetzt, denn die Orgel hatte einen »Heuler« wie der Künstler sagte. Es hing ein Ton fest. Nach dem Konzert wurde die »Königin der Instrumente« wieder in die perfekte Tonlage gebracht. Frenetischer Applaus der Gäste des Konzertes, die statt Eintritt gerne Spenden für den Förderverein der »DorfSchmiede« gaben. (Foto: sf)

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