Feuerwehr

Kaum ein Tag ohne Hilfeleistung

Grünbergs Feuerwehren bilanzieren 213 Einsätze im vergangenen Jahr, darunter allein 52 Brände. In 2017 stehen infrastrukturelle Sanierungen aus, die vom TÜV angemahnt wurden.
20. März 2017, 12:00 Uhr
Auszeichnungen für Grünberger Brandschützer (von links): Bürgermeister Ide, Kreisbrandmeister Klein, Stefan Becker vom Kreisfeuerwehrverband, Holger Statt, Christian Münch, Alexander Schulz, Marco Bingmann, Lukas Kroll, Manfred Bück, Fabian Kaus, Natascha Müller, Sven Keilhack, Sandro Müller, Florian Keller, Carl Bonarius, Wilfried Opper, Luisa Pigors, Klaus Theiß, Thorsten Diehl, Thomas Kober, stellvertretender Stadtbrandinspektor Jörg Sprankel und SBI Lothar Theis. (Foto: fp)

Obwohl die Gesamtzahl der Einsätze im Vergleich zu 2015 leicht zurückging, konnten sich Grünbergs Feuerwehraktive auch im Vorjahr über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Am Freitag zogen sie unter Leitung von Stadtbrandinspektor Lothar Theis Bilanz. Bei der gemeinsamen Hauptversammlung in Lehnheim gab es auch zahlreiche Auszeichnungen. Herausragend dabei Manfred Bück, der seit 60 Jahren Mitglied ist. Der Musikzug Musikalisch umrahmte unter Matthias Seim das Treffen.

213 Mal rückten die Frauen und Männer aus, wurden zu 113 technischen Hilfeleistungen, 52 Bränden und 48 sonstigen Ernstfällen gerufen. Den Löwenanteil bewältigten auch 2016 wieder die Kernstädter mit 110 Einsätzen. Die weiteren Zahlen: Beltershain (drei Einsätze), Göbelnrod (4), Harbach (13), Lardenbach/Klein-Eichen (10), Lehnheim (6), Lumda (13), Queckborn (21), Reinhardshain (4), Stangenrod (9), Stockhausen (5), Weickartshain (3) und Weitershain (12).

Das Spektrum reichte dabei von Großbränden über schwere Unfälle bis zum Einfangen von Schlangen. Bei Martinsumzügen oder »Grünberg auf der Rolle« waren die Wehren mit der Absicherung beschäftigt. In Kindergärten und Grundschulen leisteten sie Brandschutzerziehung. 288 Männer und 39 Frauen sind in der Großgemeinde aktiv, sie bildeten sich bei 114 Lehrgängen und Seminaren auf Standortebene oder an der Landesfeuerwehrschule weiter. Mit zwei Gruppen vertrat man die Farben der Stadt beim Kreisentscheid. Neben einigen Fahrzeugübergaben wurden umfangreiche Sanierungs- und Neubauarbeiten abgeschlossen.

TÜV sieht noch Sanierungsbedarf

Die Planungen werden aber nicht weniger, stehen doch noch viele Maßnahmen aus, die nach der letzten Begehung von TÜV und Unfallkasse angemahnt wurden. Im Feuerwehrbeirat beraten dazu gemeinsam Vertreter von Politik, Verwaltung und Brandschutz. Nebenbei veranstalteten die Wehren mehrere Tage der offenen Türen oder gesellige Veranstaltungen. Abschließend dankte SBI Theis allen Mitstreitern sowie den Verantwortlichen von Kreis, Verwaltung und Politik.

Stefan Becker vom Kreisfeuerwehrverband und Kreisbrandmeister Marco Klein ehrten Manfred Bück von der Feuerwehr Grünberg mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Gold für 60-jährige Mitgliedschaft. Das goldene Brandschutzehrenzeichen für 40-jährige aktive Dienstzeit erhielten Thomas Kober (Lehnheim) und Wilfried Opper (Weickartshain), Silber für 25 Jahre Thorsten Diehl (Stockhausen) und Klaus Theiß (Göbelnrod). Mit der Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Bronze wurden ausgezeichnet: Luisa Pigors, Marco Bingmann (Stockhausen), Florian Keller, Natascha Müller, Sandro Müller (Lumda) und Dana Barbara Schäfer (Beltershain). Die Auszeichnung in Silber verlieh man an: Carl Bonarius, Lukas Kroll (Grünberg), Fabian Kaus (Weitershain) und Sven Keilhack (Weickartshain). Zum Oberbrandmeister wurde Holger Statt (Grünberg) befördert. Christian Münch (Reinhardshain) und Alexander Schulz (Lumda) tragen nun den Dienstrang eines Brandmeisters.

Sandro Müller stellte wegen eines Wohnortwechsels sein Amt des stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwartes zur Verfügung. Für ihn wählte die Versammlung Marco Bingmann aus Stockhausen.

Bürgermeister Ide, Stefan Becker vom Kreisfeuerwehrverband, Stadtverordnetenvorsteher Erdmann und Ortsvorsteherin Birgit Otto dankten den Einsatzkräften. Die Kommunalpolitik sei sich der Notwendigkeit von Investitionen bewusst, wolle man die Sicherheit der Bürger aufrechterhalten, meinte Ide. Probleme mit der Mitgliederentwicklung der Jugendwehren forderten neue Konzepte, meinte Becker und ging auf standortübergreifende Ausbildung ein.

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