»Am besten Wilder Westen« ist das Kampagnemotto des Karnevalvereins »Harmonien« (KVH) Großen-Linden, der am Samstag die erste Auflage seiner beiden Fremdensitzungen in der TV-Halle präsentierte. Angeführt von »Präsi« Carsten Born nahm der Elferrat vor der Westernkulisse Platz, um dem begeisterten Publikum ein knapp fünfstündiges Programm zu bieten. Wie seit vielen Jahren unterstützte die »Nobody is perfect« als Hauskapelle das närrische Bühnenprogramm und spielte im Anschluss zum Tanz auf.

Die »Harmonien«-Garde begeisterte in den KVH-Farben grün und weiß bei ihrem Kampagnetanz auf der Bühne. Den Anfang in der Bütt machte »Die dumm Nuss« Nico Schmidt aus Hüttenberg. Schmidt machte sich Gedanken über seine Ehekrise – ausgelöst dadurch, dass er seine Frau vier Wochen in den Keller gesperrt hatte. Zudem berichtete er, wie er Augenzeuge eines Banküberfalls wurde und erzählte munter von seiner Karriere als Staubsaugervertreter.

Akrobaten aus Wallernhausen

Ein lautstarkes »Wallerschhusen Helau !« ertönte zur Begrüßung von Präsident Jens Seyfarth und seinem Gefolge. Mitgekommen war diesmal nicht das Prinzenpaar sondern die Turnriege, die tolle Akrobatikdarbietungen, klassische Turnelemente, aber auch eine Tanzeinlage à la Dirty Dancing zeigte. Wieder mitgekommen aus Waltershausen war auch Julian König, der von seinen Erlebnissen als »Schiffsjunge« berichtete. Der jüngste Mitwirkende war auch der bekannteste, denn Julian König spielt in der Fernsehserie »Familie Dr. Kleist« den Sohn des Fernseharztes. Gefeierter Büttenredner-Höhepunkt war wieder einmal Peti Müllejans, der sich mit seinem knurrig-trockenen Humor und viel Wortwitz als »Weihnachtsmuffel« outete: »Weihnachten – da gehen wir nicht mehr hin«. Müllejans ist eigentlich reif für die professionelle Comedybühne. Dort passt auch Sabrina Elmshäuser hin, die über ihre Mutter klagte. Warum? Das wird nicht verraten. Schließlich sollen die Besucher der zweiten Fremdensitzung am nächsten Samstag auch noch was zu lachen haben.

Eine Augenweide waren die zahlreichen Tanzgruppen und Funkenmariechen Maike Demper. Stets mit Spannung erwartet wird der Tanz der »Proseccoladys« – nicht zuletzt wegen der aufwendigen, phantasievollen Kostüme, die Gabi Trinklein für diese Gruppe zaubert. In diesem Jahr lud die Truppe gemeinsam mit den Flippers zum Maskenball nach Venedig ein. Mit dabei diesmal dann auch acht Tänzer. Und alle bewiesen, dass man die Beine nach ganz schön »schmeißen« kann, auch wenn man keine 30 mehr ist.

Für Gaumen- und Augenfreude hatte das »Harmonienballett« mit seinen tänzerischen »Süßigkeiten« was zu bieten. Die acht Tänzerinnen verteilten beim Einzug leckere Muffins. Stürmischen Beifall erhielten die »Lindenblüten« für ihre überaus temperamentvolle musikalisch-tänzerische Reise in »Arabische Nächte«. Das Männerballett, die Funkenmaschinchen, kamen diesmal als »Blues Brothers« daher. Reichlich Gesang und Musik zum Mitsingen und Schunkeln boten »Lindens Harmonie«, Stefanie Mohn, Noell Bopf und Nadja Eimer, die in hervorragenden mehrstimmigem Livegesang mit Liedern wie »Hulapalu« und einem Potpouri von PUR-Hits begeisterten. Den Abschluß des Narrentreibens bestritten dann »Coal Miners 7even«. Das Sextett zündete ein Hitfeuerwerk und lud zum Mitsingen ein. Zum Finale verabschiedeten sich dann alle Akteure mit Stimmungsliedern und der KVH-Hymne »Grün und Weiß« vom begeisterten Narrenpublikum. Die zweite Fremdensitzung findet am 18. Februar ebenfalls in der TV-Halle statt. Karten dafür sind noch zu haben.

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