Auf praktisch einen Punkt reduziert wurde die gemeinsame Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses aller Ortsbeiräte der Gemeinde Langgöns. Im Niederkleener Bürgerhaus drehte sich am Mittwochabend fast alles ums Wasser, vor allem um den Kleebach und den Göns- bzw. Diesenbach. Als Referenten waren Ralf Ufer, Abteilungsleiter im Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg, und Claudia Kockmann-Warnecke, Fachbereichsleiterin städtisches und ländliches Bodenmanagement im AfB, präsent. Uber lieferte einen Sachstandbericht über die »Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in der Gemeinde Langgöns«. In dieser Vorschrift wird Langgöns im Grundsatz angehalten, in allen Ortsteilen Grundstücke an den genannten Bächen zu erwerben. Das könnte im Rahmen einer Flurbereinigung geschehen. Diese würde vom AfB organisiert und wäre für die Gemeinde kostenlos. Allerdings müsste sie die damit verbundenen Investitionen (neue Wege, Brücken etc.) stemmen, könnte aber dafür mit Landeszuschüssen bis zu 75 Prozent rechnen.

In den meisten Langgönser Ortsteilen hat es in der Vergangenheit bereits Flurbereinigungsverfahren gegeben. Nur die Flurkarte von Dornholzhausen sieht noch aus wie ein Flickenteppich. Uber schlug vor, die »integrierten ländlichen Entwicklungskonzepte mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt« (SILEK) und später das Flurbereinigungsverfahren einzuleiten. SILEK beschreibt einen Prozess, der im Vorfeld von Flurbereinigungsverfahren eingesetzt wird und gefördert werden kann.

Einen ausführlichen Bericht über den Zustand der beiden Bäche erstattete Gabriele Rundnagel vom Dezernat Oberirdisches Gewässer im Regierungspräsidium Gießen. Den Zustand des Kleebachs, in den der Gönsbach fließt, bezeichnete sie als »unbefriedigend« (ökologischer Zustand) bzw. »schlecht« (chemischer Zustand).

In diesem Zusammenhang äußerte Manfred Dern (CDU-/FDP-Fraktion), zugleich Ortslandwirt in Lang-Göns, dass Schmutzwasser in den Gönsbach fließe und somit für die schlechte Wasserqualität mitverantwortlich sein könne.

Auch wenn es keine Beschlussempfehlung per Abstimmung gab, stellte Michael Buss zum Abschluss im Namen des Ausschusses fest: »Dem Flächenankauf (an den Bachufern) ist generell zuzustimmen.«

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