Ex-Singalumnat

Verfahren hakt: Offene Fragen zur Planung

29. September 2017, 18:52 Uhr
Vorentwurf Bebauungsplanung Johann-Sebastian-Bach-Straße. (Foto: tb)

Laubach (tb). Die bauplanungsrechtliche Absicherung projektierter Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände des ehemaligen Singalumnats (die GAZ berichtete) hakt etwas: Entgegen der Empfehlung des Fachausschusses hat Laubachs Stadtparlament die Magistratsvorlage auf Erstellung eines Bebauungsplans in den Ausschuss zurückverwiesen. Von mehreren Fraktionen hieß es, sinngemäß: »Erst mal die offenen Fragen klären.«

Dass der »Schandfleck«, das seit bald 20 Jahren leer stehende Alumnat, endlich beseitigt werden soll, darin aber ist man sich einig. Und begrüßte es daher, als im Juli der zweite Versuch einer Neuordnung durch private Investoren seinen Anfang nahm, eine »Wohnanlage Johann-Sebastian-Bach-Straße Laubach GmbH & Co. KG« die Aufstellung eines B-Planes auf eigene Kosten beantragte.

FW sähe gern Sozialwohnungen

Dem am Mittwoch tagenden Plenum lag, wie vom Ausschuss gewünscht, eine von Architekt Steubner modifizierte Vorentwurfsplanung vor, die die Hanglage besser erkennen lässt. Und die absoluten Höhen der viergeschossigen, barrierefreien Häuser: Danach werden sie mit insgesamt gut 14 Metern Firsthöhe vier bis fünf Meter über den Bestand ragen.

»Wir brauchen eine Verdichtung, so viele Flächen haben wir nicht«, schickte Siegbert Maikranz (CDU) voraus. Aber: Zuvor zu klären seien Bedenken der Anwohner, wozu auch er gehört: Zum einen, was die Verkehrsbelastung (»Abfluss übers Nadelöhr Kita«), zum anderen, was Gefahren durch Asbest bei den Abbrucharbeiten angeht.

Dass eine Verdichtung im Sinne der Stadtentwicklung, sprich IKEK, sei, würdigte ebenso Dr. Ulf Häbel (FW). Nur: Laut Statistiken seien 80 Prozent der Neubauten seit 2014 für Besserverdienende errichtet worden. Wenn hier nun der Quadratmeter für 2500 Euro verkauft, die Mieten bei 7 bis 8 Euro/qm liegen werden: »Welcher Rentner kann sich dann eine 50-qm-Wohnung leisten?« Von daher würde er sich wünschen, wenn zehn Prozent Sozialwohnungen würden. Noch Beratungsbedarf und daher für die Rücküberweisung war ebenso Michael Köhler (Grüne). »Für mich stellt sich die Frage der Seriosität von Planung und Projektierung.«

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