Hervorragend und für guten Zweck

25. September 2017, 19:54 Uhr
Rachelle Betancourt (l.) und Stefanie Pfaffenzeller verzaubern das Publikum. (Jouini)

Hervorragend – mit diesem Wort kann man das Benefizkonzert der Johanniter Hilfsgemeinschaft Hanau am Sonntagnachmittag in der evangelischen Stadtkirche Laubach in einem Wort zusammenfassen. Nach der Begrüßung durch Karl-Georg Graf zu Solms-Laubach informierte Organisatorin Ruth von Förster-Kamlah die zahlreichen Besucher darüber, dass ein Teil des Erlöses an die Jugendwerkstatt Gießen gehe, ein anderer Teil an das Martin-Luther-Stift Hanau. Dekan Frank-Tilo Becher mahnte angesichts dessen, »in Zeiten einer prosperierenden Gesellschaft hinzuschauen auf Alte, die Geld brauchen, und auf arbeitslose Jugendliche«.

Das Atlantic String Duo – Rachelle Betancourt und Stefanie Pfaffenzeller – überzeugte in anderer Formation bereits im Februar beim Wettenberger Winterkonzert in Wißmar. Erneut wurden die Künstlerinnen, beide Mitglieder des hr-Sinfonieorchesters, hohen Ansprüchen gerecht. Dies zeigte sich schon zu Beginn in der Sonate C-Dur von Joseph Haydn, bei der Betancourt die Violine spielte und Pfaffenzeller die Viola. Vom ersten Takt an bezauberte im eröffnenden Allegro das kristallene, finessenreich artikulierte Spiel. Im folgenden Adagio hielt der leidenschaftliche Ausdruck in Atem. Ebenso gefiel das Menuett-Finale mit dem tänzerischen Charme und der beweglichen Tempogestaltung.

In eine moderne Sphäre führte der elegische Kopfsatz aus der Sonate für zwei Violinen von Sergei Prokofjew. Ein verbindender Zug zu Haydn war die wieder ungemein klare und reine Tonsprache. Ganz schroff, forsch akzentuiert begann der zweite Satz und verströmte im weiteren Verlauf schicksalhaften Ernst.

Besonderes Vergnügen bereitete Louis Spohrs Duo e-Moll für Violine und Viola. Im melodisch reizvollen ersten Satz bildeten die beiden Instrumente eine anmutige klangliche Einheit. Noch feinsinniger konnte man sich die Interpretation kaum vorstellen. Dies galt auch für das Adagio und das Menuett.

Das i-Tüpfelchen setzte das Duo Es-Dur von Antoine-Barthelemy Bruni, derart nuanciert wirkte die vitale Darbietung der Künstlerinnen. Für den herzlichen Beifall dankten sie mit einer Zugabe von Béla Bartók, ehe das Konzert mit dem gemeinsamen Lied »Kein schöner Land« ausklang.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Arbeitslosigkeit
  • Benefizkonzerte
  • Béla Bartók
  • Evangelische Kirche
  • Geige
  • Josef Haydn
  • Künstlerinnen und Künstler
  • Louis Spohr
  • Sonaten
  • Wörter
  • e-Moll
  • Laubach
  • Sascha Jouini
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.