Asmussen einstimmig nominiert

06. Oktober 2017, 23:23 Uhr
Anja Asmussen (M.) freut sich über das deutliche Votum mit Bürgermeister Horst Röhrig (l.) und der stellvertretenden Langgönser SPD-Vorsitzenden Kristine Tromsdorf. (Foto: srs)

Anja Asmussen geht ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Langgöns. Am Freitagabend wurde die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins sowie der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung einstimmig von den Mitgliedern der Langgönser SPD gewählt. Sie stehe für »konstruktive Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg«, erklärte Asmussen vor ihrer Nominierung. »Ich will die erste Bürgermeisterin dieser Gemeinde werden.«

31 der Mitglieder stimmten für sie, bei zwei Enthaltungen und einer ungültigen Stimme. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Asmussen will die Nachfolge ihres Parteifreunds Horst Röhrig treten, der am 31. Mai 2019 nach 24 Jahren als Bürgermeister in den Ruhestand tritt.

Verwaltung, betonte sie in einer halbstündigen Rede im Rahmen ihrer Nominierung, betrachte sie als »modernes Dienstleistungs- und Servicezentrum«. Sie wolle die Bürger stärker einbinden. Ihr sei es wichtig, »die Bürger beispielsweise auch mit an der Haushaltsplanung zu beteiligen.

»Weiter so, läuft doch«, sei nicht ihr Motto, erklärte die SPD-Politikerin. »Wir fahren mitunter zu sehr auf Sicht«, sagte sie. Oft, so mache sie die Erfahrung, fehle politisch Aktiven der Blick auf die Gesamtausrichtung der Gemeinde.

Als vorrangige Ziele für Langgöns bezeichnete sie »bedarfsgerechte und bezahlbare Bauplätze für junge Familien« in jedem Ortsteil. Ein zentrales Thema sei außerdem bezahlbares barrierefreies Wohnen für Senioren. Auch den Bereich Mobilität wolle sie in den Fokus rücken. Die Park-and-ride-Anlage am Bahnhof sei schon »längere Zeit nicht mehr ausreichend«, betonte sie. Die Bahnsteige sollten zudem barrierefrei gestaltet werden.

Darüber hinaus will sie sich für gebührenfreie Betreuung auch von Kindern unter drei Jahren in Kitas einsetzen. Es gelte zudem, Vereine und das Ehrenamt zu stärken. Sie wolle dazu beitragen, die Partnerschaften mit St. Ulrich am Pillersee und Clouange auszubauen.

Asmussen engagiert sich erst seit wenigen Jahren auf politischer Ebene. 2011 trat sie der SPD bei. Nur drei Jahre später übernahm sie den Vorsitz des Langgönser Ortsvereins. Seit vergangenem Jahr sitzt sie in der Gemeindevertretung, im April übernahm sie den Fraktionsvorsitz. Die 48-Jährige stammt aus Großen-Linden, 2006 zog sie nach Lang-Göns. Seit 2013 wohnt sie mit ihrem Partner und ihrem 15-jährigen Sohn in Cleeberg. »Sie ist in Langgöns noch relativ unbekannt«, erklärte Hans-Jürgen Naumann, Urgestein des SPD-Ortsvereins. Daher gelte es besonders, sie in den kommenden Monaten im Wahlkampf zu unterstützen Die Bürgermeisterwahl in Langgöns findet voraussichtlich zwischen 1. Dezember 2018 und 28. Februar 2019 statt.

Röhrig sprach Asmussen seine Unterstützung aus. »Sie ist offen, freundlich, ehrlich, hört Menschen zu, handelt mit Herz und Verstand.« Heidi Tonhäuser, Ortsvorsteherin in Cleeberg, würdigte Asmussen als »überlegte Person, die eher ungern aus der Hüfte schießt. Sie sucht auf leisen Sohlen den Konsens.«

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