Äbte kehren heim

Karen Damrath, Witwe des verstorbenen Historikers und Oberstudienrats Friedrich Damrath, hat dem Freundeskreis Kloster Arnsburg zwei historische Bilder geschenkt: Die Gemälde aus dem Fundus von Friedrich Damrath waren über 200 Jahre verschollen und sind in gutem bis sehr gutem Zustand. Sie zeigen die beiden Äbte des Klosters Robert Kolb und Bernhardus von Birkenstock. Damrath hatte mit diesen beiden Bildern 2009 ein weiteres Bild erworben, das den letzten Abt des Klosters Alexander Weitzel zeigt, der in Rockenberg geboren und gestorben ist, wo sich dieses Porträt seit 2012 befindet. Die Bilder sollen aus der Werkstatt der Tischbeins stammen. Freundeskreis-Vorsitzender Ernst Klingelhöfer dankte Karen Damrath. Die Rückkehr der Bilder sei für Arnsburg ein besonderes Ereignis. Sie werden ihren Platz im Raum des Freundeskreises im Bursenbau finden.
22. Januar 2017, 20:19 Uhr
Besondere Heimkehr: Über die Bilder der Äbte (Robert Kolb, Bernhard Birkenstock v. l.) freuen sich Ernst Klingelhöfer (l.) und Bernd Birkenstock (r.), die sie von Dorothea und Karen Damrath (2. und 3. v. l.) entgegennehmen. (Foto: kjg)

Karen Damrath, Witwe des verstorbenen Historikers und Oberstudienrats Friedrich Damrath, hat dem Freundeskreis Kloster Arnsburg zwei historische Bilder geschenkt: Die Gemälde aus dem Fundus von Friedrich Damrath waren über 200 Jahre verschollen und sind in gutem bis sehr gutem Zustand. Sie zeigen die beiden Äbte des Klosters Robert Kolb und Bernhardus von Birkenstock. Damrath hatte mit diesen beiden Bildern 2009 ein weiteres Bild erworben, das den letzten Abt des Klosters Alexander Weitzel zeigt, der in Rockenberg geboren und gestorben ist, wo sich dieses Porträt seit 2012 befindet. Die Bilder sollen aus der Werkstatt der Tischbeins stammen. Freundeskreis-Vorsitzender Ernst Klingelhöfer dankte Karen Damrath. Die Rückkehr der Bilder sei für Arnsburg ein besonderes Ereignis. Sie werden ihren Platz im Raum des Freundeskreises im Bursenbau finden.

Landrätin beerbt Klingelhöfer

Bernhardus von Birkenstock, der zur Familie Brentano-Birkenstock gehörte, war der vorletzte Abt des Klosters. An seinem Bild lässt sich nachvollziehen, wie die drei Gemälde über Rom und Wien auf verschlungenen Wegen wieder nach Lich gekommen sind. Bernhardus gehörte zur Familie Brentano-Birkenstock aus Winkel im Rheingau und zählte zu den Vorfahren des früheren Geschäftsführers der Licher Privatbrauerei und stellvertretenden Freundeskreis-Vorsitzenden Bernd Birkenstock.

Friedrich Damrath war 30 Jahre Schriftführer des Freundeskreises. Er sei ein Kunstliebhaber und Büchernarr gewesen, sagte seine Schwester Dorothea Damrath. Sein Leben habe sich um seine Frau, seine Bücher und seine Reisen gedreht. In seiner Wohnung habe sich die Literatur gehäuft. Sie schätzt seine Bibliothek auf 15 000 bis 20 000 Bände. Er habe die lateinische, griechische und hebräische Sprache beherrscht, was für seine Studien von großem Vorteil gewesen sei. In den 1970er Jahren habe er das Licher Heimatbuch mitgestaltet, erläuterte Birkenstock und über die Geschichte der Juden im oberhessischen Raum geforscht. Mit Hanno Müller und anderen habe er »Die Juden in Lich« (zwei Bände) und »Judenfamilien in Hungen« geschrieben. Er habe sich große Verdienste um die Licher Geschichte erworben. Ein Teil seiner Bücher mit Bezug zum Kloster und den Zisterziensern werde in den Räumen des Freundeskreises Platz finden, so Klingelhöfer, der auch einen Wechsel in der Führung des Freundeskreises ankündigte. Landrätin Anita Schneider werde demnächst den Vorsitz im Vorstand übernehmen.

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