Filmdreh mit Marita Marschall für mehr Zivilcourage

20. Oktober 2014, 15:48 Uhr
Oberbürgermeister Egon Vaupel (rechts) im Gespräch mit Marita Marschall und dem Gießener Christian Lugerth. (Foto: pm, Heiko Krause f. d. Stadt MR)

Er soll als Teaser bei Workshops, Veranstaltungen, in Kinos und im Internet Menschen ermutigen, in kritischen Situationen einzuschreiten und zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Oberbürgermeister Egon Vaupel betonte, dass sich die Universitätsstadt zusammen mit dem Kreis Marburg-Biedenkopf seit mehreren Jahren an der Kampagne zur Förderung der Zivilcourage beteilige. Zusammen mit Landrätin Kirsten Fründt habe er sich deshalb am Set eingefunden. Ziel sei es, die Position gegen Gewalt in alle gesellschaftlichen Schichten und Altersklassen vom Kindergarten bis zur Universität zu tragen. »Was passiert wo und was können wir tun, damit soziale Normen eingehalten werden?« Fründt berichtete, dass der Landkreis kostenlose Seminare zur Gewaltprävention anbiete, um Zivilcourage zu stärken und Vorbehalte sowie Ängste zu nehmen.

Angeregt hat den Film die Aktion »EinSicht Marburg gegen Gewalt«, eine Kooperation der Stadt und der Philipps-Universität. Die Finanzierung hat das Innenministerium übernommen. Für die Produktion ist die Marburger Firma Streiflicht unter Leitung von Thomas Rösser verantwortlich.

Ehrenamtlich wirkten auch die Schauspieler mit. Mit dabei waren Alexander Peiler (Hessisches Landestheater. Marburg), Christian Lugerth vom Stadttheater Gießen und Willi Weitzel (»Willi will’s wissen«) sowie die Schauspielerin Marita Marschall (»Traumschiff«, »Tatort« u. a.).

Rempler hinterm Fürstenhof

In der in Marburg gedrehten Geschichte geht es um einen jungen Mann, der auf dem Marktplatz Blumen für seine Freundin kauft. Auf dem Heimweg weg durch die Gasse hinterm Fürstenhof begegnen ihm zwei Männer. Es kommt zu einer bedrohlichen Rempelei. Etliche Menschen sehen das, gehen aber vorbei, ohne etwas zu tun. Dann tritt Marschall dazu: Zweimal reagiert sie falsch, um dann alles richtig zu machen.

Johannes Maaser vom Kampagnepartner Philipps-Universitätsagte, spätestens im Juni solle der Spot beim Bundespräventionstag gezeigt werden. Eine Vorpremiere sei für die Marburger Kinos vorgesehen.

Internet: www.gewalt-sehen-helfen.de

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