Hessen

Keime im Trinkwasser - auch Espa ist betroffen

19. März 2009, 17:24 Uhr

Die Keime seien am Mittwoch bei Routinekontrollen festgestellt worden, teilten der Wetteraukreis und die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG am Donnerstag in Friedberg gemeinsam mit.

Betroffen seien etwa 50 000 Bewohner in der Friedberger Kernstadt, in fast allen Stadtteilen Butzbachs, in Ober-Mörlen, Rockenberg, in den Bad Nauheimer Stadtteilen Wisselsheim, Steinfurth und Am Taubenbaum und im Ortsteil Espa der Gemeinde Langgöns. Die Ursache für die Verunreinigung ist noch unklar.

Die Fäkalbakterien können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Bis auf weiteres sollen Bewohner der betroffenen Gebiete, die vom Hochbehälter Oppershofen versorgt werden, Leitungswasser mindestens drei Minuten lang abkochen, wenn sie damit Speisen und Getränke zubereiten wollen, empfiehlt das Gesundheitsamt des Wetteraukreises. Das gelte sowohl für Tee- und Kaffeewasser, als auch für Wasser, mit dem Salat oder Gemüse gewaschen und Babyfläschchen sterilisiert werden. Unbedenklich seien Waschen, Duschen und Zähneputzen mit dem Wasser. Kleinere Kinder, die im Zähneputzen noch nicht fit sind, sollten vorsorglich abgekochtes Wasser benutzen.

»Auch wenn die Wahrscheinlichkeit relativ gering ist, kann eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden«, sagte Gesundheitsdezernent Ottmar Lich laut Mitteilung. Eine Entwarnung kann es den Angaben nach erst in einigen Tagen geben: Dafür müssen an drei aufeinanderfolgenden Tagen keine Keime mehr in dem Trinkwasser nachgewiesen werden.

Das Service-Telefon des Wetteraukreises ist unter den Nummern 06031 / 83-2235, -2237, -2238, - 2240 und -2253 zu erreichen.

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