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Zweite Schranke soll Zufahrt zur Schlangenzahl erschweren

Artikel vom 12.11.2009 - 22.50 Uhr

Zweite Schranke soll Zufahrt zur Schlangenzahl erschweren

Gießen (olz). Um die Schrankenlösung am »tegut«-Markt im Neubaugebiet Schlangenzahl, aber auch um aktuelle Bauvorhaben in diesem Gebiet ging esin einer Informationsveranstaltung, zu der die Evangelische Petrusgemeinde und der »Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) ins Haus der Petrusgemeinde eingeladen hatten. Etwa 120 Bürger waren gekommen, um sich über den geplanten Neubau des Familienzentrums am Schlangenzahl sowie über den Bau des Sprachheilzentrums und der Agnes-Neuhaus-Schule in der Adolph-Kolping-Straße zu informieren.
Vieles im Neubaugebiet dreht sich derzeit um zwei Schranken. Genauer gesagt um zwei Schranken am »tegut«-Parkplatz, die momentan nicht funktionieren. Und das ist für viele Anlieger ein echtes Problem, denn diese Schranken haben für die Wohnqualität erhebliche Bedeutung, da sie die freie Durchfahrt vom Gießener Ring ins Wohngebiet verhindern sollen. Doch das tun sie derzeit nicht. Das Verkehrsaufkommen im Schlangenzahl ist deshalb deutlich erhöht, sehr zum Unwillen der Anwohner, denen Stadtrat Thomas Rausch am Mittwoch jedoch Abhilfe in Aussicht stellen konnte.

Die im Moment mögliche Durchfahrt über den »tegut«-Parkplatz sei von der Stadt nicht gewollt gewesen, betonte Rausch, der es sehr bedauerte, das die bestehende Schrankenanlage am Einkaufsmarkt auf Grund von technischen Problemen nicht funktioniere. Mittlerweile zeichne sich jedoch eine Lösung ab. An beiden Parkplatzauffahrten sollen jeweils zwei Schranken zur Ein- und Ausfahrt installiert werden. Mit einem Ticketsystem versehen, das Nutzer des Parkplatzes zu Einkauf und Ticketentwertung im Markt verpflichtet, wird diese Einrichtung die Durchfahrt zum Ring unattraktiv machen und deutlich eindämmen. Nicht bei allen am Mittwoch anwesenden Hauseigentümern traf die vorgestellte Lösung jedoch auf Zustimmung. Im Rahmen der Diskussion, die insgesamt sehr sachlich verlief, zeigten sich einige Anwohner erzürnt darüber, dass die Stadt beim Kauf des Grundstücks zugesagt habe, dass es keine freie Durchfahrt zum Ring geben werde, und dieses Versprechen jetzt nicht eingehalten werde. Es sei traurig, dass das, was noch beim Kauf gegolten habe, jetzt nicht mehr gelte, betonten Bewohner, die auch die Lösung mit dem neuen Schranken- und Ticketsystem als unzureichend bezeichneten. Darüber, wann das System in Betrieb genommen werde, konnte Rausch noch keine Auskunft erteilen, da zu diesem Zweck eine andere Schrankenanlage eingebaut werden müsse. Es gebe jedoch feste Zusicherungen vom »tegut«-Markt.

Neben den akuten Verkehrsproblemen stand bei der Versammlung im Gemeindehaus auch die Vorstellung der Pläne für das »Familienzentrum Schlangenzahl« der Evangelischen Petrusgemeinde und das »Sprachheilzentrum« und die »Agnes-Neuhaus-Schule« des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) auf der Tagesordnung. Beate Preiß, Kirchenvorsteherin in der Petrusgemeinde, betonte, dass mit dem neuen Familienzentrum an der Ecke Schlangenzahl/ Hornackerring nicht nur eine Kindertagesstätte, sondern auch ein Ort der Begegnung für Jung und Alt geschaffen werden soll. Neben der Betreuung und Spiel- und Lernmöglichkeiten für Kleine und Kleinste, solle die Stätte die Eltern in ihrer Familienarbeit unterstützen. Zu diesem Zweck habe man im Erdgeschoss des zweistöckig geplanten Neubaus, der neben insgesamt fünf Kindergruppen auch über umfangreiche Außenanlagen verfügt, ein Eltern-Café vorgesehen. Die Eröffnung soll im Januar 2011 erfolgen. Direkter südöstlicher Nachbar des Zentrums wird das neu entstehende Gebäude-Ensemble des SKF mit Sprachheilzentrum und Agnes-Neuhaus-Schule, das in dreiteiliger Modulbauweise errichtet wird und bislang im Wartweg untergebracht ist. Insgesamt 40 Kinder, die unter anderem an Sprachentwicklungsstörungen leiden, sollen hier in Zukunft wohnen und unterrichtet werden, sagte Yvonne Fritz, stellvertretende Gesamtleiterin des Dienstes.

Die Räume im Wartweg will die Schule darüber hinaus weiterhin nutzten, ergänzte Peter Kraus, Leiter des Sprachheilzentrums, der die Anwohner auch über den Arbeitsalltag von Förderzentrum und Schule informierte.

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Artikel vom 12.11.2009 - 22.50 Uhr
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Leserkommentare
(13.11.2009 23:11)
Fred05
Zum Teil Scheinheilige
Es ist schon interresant, dass genau die Anwohner eines Gebietes sich über die Durchfahrten der anderen ärgern, die das gleiche ihren Nachbarn zumuten. Es giebt viele Anwohner des neuen Wohngebietes die unberechtigterweise durch die Strassen Schwarzacker, Bergwerk und Hasenköppel durchfahren obwohl sie kein Anliegen haben. Uns die "alten Bewohner" ärgert dies genauso wie Sie liebe neue Nachbarn.
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