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Ziel: Bis 2011 modernste Klinik der Republik

Artikel vom 07.02.2010 - 23.30 Uhr

Ziel: Bis 2011 modernste Klinik der Republik

Gießen (if). Optimistische Töne dominierten beim gemeinsamen Neujahrsempfang des Uniklinikums und des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität.
Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Roßmann (v. r.) überbrachte in Begleitung von Dr. Brewe Grüße der Landesregierung. Danebe
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Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Roßmann (v. r.) überbrachte in Begleitung von Dr. Brewe Grüße der Landesregierung. Daneben der Präsident der von Behring-Röntgen-Stiftung, Prof. Joachim-Felix Leonhard. (Foto: if)
Am Vorabend hatte eine Fernsehdiskussion ein deprimierendes Bild von der derzeitigen Situation des Gesundheitswesens vermittelt. Befund: zu teuer, ineffizient und weit und breit kein unumstrittenes Problemlösungs-Rezept. Nicht einmal 24 Stunden später bestimmten am Freitagnachmittag beim gemeinsamen Neujahrsempfang des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität und der »Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH« - Standort Gießen - Genugtuung über das Erreichte und Zuversicht im Blick auf das eben begonnene Jahr die Atmosphäre.

Ungeachtet des gegenwärtigen »eisigen Windes« werde man sich auch unter ändernden Rahmenbedingungen den kommenden Herausforderungen stellen und sich für eine höchstqualifizierte Patientenversorgung einsetzen, versicherte Dr. Christian Höftberger, Kaufmännischer Geschäftsführer am Standort Gießen, bei der Begrüßung der zahlreichen Repräsentanten des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft, aus der Gießener und den Nachbaruniversitäten und beim Dank an die Mitarbeiter im Hörsaal der Neuen Chirurgie. Höftberger mit Stolz auf den eben fertiggestellten Rohbau des 2. Bauabschnitts: »2011 werden wir über das wohl modernste deutsche Krankenhaus verfügen, in dem die Patienten hochwertigste Medizin unter einem Dach vorfinden.«

Zuvor hatte Humanmedizin-Dekan Prof. Trinad Chakraborty auf die durch zahlreiche Neuberufungen eröffneten Zukunftschancen von Lehre und Forschung verwiesen. Die jetzt erreichte Planungssicherheit für das Medizinische Forschungsgebäude sei erfreulich. Dass in den nächsten Jahren rund 400 Millionen Euro in den Bau eines neuen Klinikumsgebäudes und zweier neuer Forschungsbauten fließen werden, so prognostizierte der Dekan, werde nachhaltige Auswirkungen nicht nur auf den Fachbereich, sondern auch auf die Universität und - an Oberbürgermeisterin und Kommualpolitiker gewandt - ebenso auf die Stadt haben. Die im vergangenen Jahr mit Marburg begründete »strategische Allianz« werde zur Stärkung der mittelhessischen Hochschulmedizin beitragen.

»Forschung und Lehre im Aufwind«, konstatierte Irene Bauerfeind-Roßmann, Ministerialdirigentin im Ministerium für Wissenschaft, die, in Begleitung von Dr. J. Brewe, dem Dekan und Kaufmännischem Geschäftsführer, für die Vorbereitung der unlängst erfolgten Evaluierung durch den Wissenschaftsrat dankte. Was die Privatisierung angehe, könne man von einer positiven Zwischenbilanz sprechen. »Die Versorgung Mittelhessens ist gesichert. Es besteht keine Gefahr der Schließung. Die Wettbewerbssituation ist beseitigt. Das Klinikum bringt Arbeitsplätze und Dynamik in beide Standorte.« Zwar stehe die Hochschulmedizin insgesamt vor großen Herausforderungen, doch sei man in Wiesbaden überzeugt, dabei »einen kompetenten, überzeugenden Partner gefunden zu haben«.

Unter Hinweis auf die hohen eingeworbenen Forschungs-Drittmittel und mit der Erwähnung einer Vielzahl neuer Forschungsvorhaben versicherte Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee den Gästen, unter denen man auch den Vorstandsvorsitzenden der Rhön Klinikum AG, Wolfgang Pföhler, sowie die Vizekonsulin der Volksrepublik China, Dr. Liuj Xuan, bemerkte: »Die Medizin hat sich hervorragend entwickelt.« Der Fachbereich besitze für die ganze Universität »herausragende Bedeutung«. In den nächsten Jahren gelte es die Devise »Verbindlichkeit, Verständnis, Vertrauen« weiter zu stärken: Namentlich mehr Verständnis für die Medizinregion Mittelhessen zu wecken und beim offenem Ansprechen der Probleme Verständnis auch für andere Positionen zu entwickeln.

Ehe im Foyer ein »hauseigenes« Büfett zu Begegnungen und Gesprächen einlud, zeigte sich - gewiß nicht ohne Bezug auf ein offenbar zu erwartendes gutes Jahresergebnis 2009 - der Vorsitzende der Geschäftsführung der »Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH«, Joseph Rohrer überzeugt, das verflossene Jahr werde »uns allen Freude machen«. Er befand: »Trotz aller Schwierigkeiten: wir haben gut gearbeitet, und wir sind dabei einen Schritt vorangekommen.« Jetzt gelte es, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

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Artikel vom 07.02.2010 - 23.30 Uhr
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