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Vier Gießener unter Deutschlands Vordenkern

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Artikel vom 21.10.2009 - 21.54 Uhr

Vier Gießener unter Deutschlands Vordenkern

Gießen/Berlin (hgb). In der aktuellen Oktoberausgabe hat das Magazin »Cicero« zum dritten Mal seine Rangliste »Die 250 wichtigsten Vordenker« Deutschlands veröffentlicht. Darunter sind auch vier Gießener Wissenschaftler, nämlich der Mathematiker Prof. Albrecht Beutelspacher, der Politologe Prof. Claus Leggewie, der Philosoph Prof. Odo Marquard und der Psychosomatiker Prof. Horst-Eberhard Richter.
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Die Professoren Richter, Leggewie, Beutelspacher und Marquard stehen in der Rangliste des Magazins »Cicero«.
Einmal im Jahr fragt das Magazin »Cicero« nach, welches die einflussreichsten Vordenker in Deutschland sind, wer besonders intensiv in der Diskussion steht und wer am häufigsten in Leitmedien, Fachpublikationen und im Internet präsent ist oder zititert wird. Seit 2006 wird dieses Ranking der einflussreichsten deutschen Geistes- und Naturwissenschaftler, Ökonomen und Intellektuellen im Auftrag der 2004 in Berlin entstandenen Zeitschrift erstellt.

In der Rangliste 2009 der 40 wichtigsten Naturwissenschaftler belegt Albrecht Beutelspacher, Gründer und Direktor des Mathematikums und JLU-Professor am Mathematischen Institut, Rang 20 - untermittelbar hinter der Tübinger Medizin-Nobelpreisträgerin Prof. Christiane Nüsslein-Volhard und dem Heidelberger Mediziner und Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen. Da er der einzige Mathematiker in dieser Gilde ist, in der ansonsten Neurobiologen, Biochemiker, Mediziner, Biologen und Mediziner den Schwerpunkt bilden, ist Beutelspacher damit zugleich der einflussreichste Mathematiker. Während er 2006 noch nicht in der Liste der wichtigsten Wissenschaftler aufgeführt wurde, hat er im Vorjahr sogar den 10. Platz belegt.

In den Klub der »50 wichtigsten Gesellschaftswissenschaftler« haben es sogleich zwei Gießener Persönlichkeiten geschafft, nämlich auf Rang 11 der Politologe Prof. Claus Leggewie und auf Platz 29 der Psychosomatiker Prof. Horst-Eberhard Richter. Beide wurden bereits in der Rangliste von 2006 mit den 500 »deutungsmächtigsten deutschsprachigen Zeitgenossen«, wie es im Vorspann hieß, aufgeführt. Leggewie, der seit 1989 an der Gießener Uni lehrt, ist derzeit von seinen Gießener Verpflichtungen beurlaubt, weil er seit August 2007 Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen ist, das die Rolle als Wissenschaftskolleg von Nordrhein-Westfalen hat. Gegenüber der letztjährigen Rangliste hat die Präsenz und Bedeutung Leggewies sich nochmals verstärkt, denn er ist um zwei Plätze nach oben geklettert.

Der Gießener Philosoph Prof. Odo Marquard gehört nach wie vor zu den wichtisten Vertretern seines Faches in Deutschland, obwohl der 81-Jährige bereits seit 1993 emeritiert ist. Die Vordenker-Rangliste zeigt, dass sein Denken und seine Schriften nach wie vor in der deutschen Philosophie einen hohen Stellenwert einnehmen. Im aktuellen Ranking ist Marquard, der seit 1965 in Gießen lehrte, auf Rang 10 platziert, nachdem er im Vorjahr sogar Rang 8 einnahm und auch 2006 zu den wichtigsten Intellektuellen Deutschlands zählte.

Zu diesen Vordenkern in Deutschland können drei weitere Gießener gezählt werden, die entweder aus der Lahnstadt stammen oder an der Justus-Liebig-Universität studiert haben. Hierzu gehören der Astrophysiker Prof. Harald Lesch, der Ökonom Prof. Michael Hüther und der Regisseur Jürgen Flimm. (Fotos: AZ)

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Artikel vom 21.10.2009 - 21.54 Uhr
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