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Ziel ist ein lebens- und liebenswertes Wohnquartier

Artikel vom 03.02.2010 - 23.00 Uhr

Ziel ist ein lebens- und liebenswertes Wohnquartier

Gießen (ck). Für die Vermarktung der Wohnungen in der früheren US-Siedlung »Marshall« zeichnet sich ein großer Erfolg ab. Sowohl der Verkauf als auch die Vermietung sind für die Wohnbau-Genossenschaft mehr als nur erfreulich angelaufen, sagten vor Pressevertretern die Vorstände Volker Behnecke und Udo Donau sowie Verkaufsleiter Ralph Haubold.
Heiko Sobota und Claudia Scholl-Meyer gehörten zu den Ersten, die für sich und ihre beiden Töchter eine Wohnung in der Marshall-
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Heiko Sobota und Claudia Scholl-Meyer gehörten zu den Ersten, die für sich und ihre beiden Töchter eine Wohnung in der Marshall-Siedlung gekauft haben. Die Genossenschaftsvorstände Udo Donau (r.) und Volker Behnecke sowie Verkaufsleiter Ralph Haubold (l.) begrüßten die neuen Eigentümer und überreichten die Wohnungsschlüssel. (Foto: Schepp)
Von den im ersten Bauabschnitt zum Kauf angebotenen 69 Wohnungen seien bereits nach acht Wochen drei Viertel veräußert worden. Ferner sind seit Oktober in rund 100 Wohnungen neue Mieter eingezogen.

Heiko Sobota und seine Lebensgefährtin Claudia Scholl-Meyer gehörten zu den Ersten, die im Verkaufsbüro in der Marshall-Siedlung einen Kaufvertrag für eine Wohnung unterschrieben haben, in der sie sowie die beiden Töchter künftig leben werden. Er habe sich schon seit längerem für das Angebot in der früheren US-Liegenschaften interessiert, schließlich einen Besichtigungstermin ausgemacht. Dort sei er in ein Gebäude geführt worden, das ihm von Beginn an gefallen habe. Schließlich hätten seine Lebensgefährtin und er sich zum Kauf entschlossen, wobei auch das gute Preis-/Leistungsverhältnis und die Aussicht auf eine positive Entwicklung der Siedlung den Ausschlag gegeben hätten. »Der Wohnbereich hier hat viel Potenzial«, so der Polizeioberkommissar, aus dessen Sicht der Zaun um das Gelände durchaus stehenbleiben sollte.

Die Entwicklungsmöglichkeiten des Areals zwischen Rödgener und Grünberger Straße seien auch anderen Interessenten aufgefallen, denn nach wie vor bestehe eine große Nachfrage nach Wohnungen; sowohl im Verkauf als auch in der Vermietung, erläuterte Behnecke. Deshalb habe die Genossenschaft noch einmal 1,7 Millionen Euro in die Eigentumswohnungen und das Gemeinschaftseigentum gesteckt. Damit würden die Wärmeversorgung optimiert, neue Pkw-Parkplätze gebaut und Treppenhäuser saniert. Zudem würden die Erdgeschosse mit Rampen behindertengerecht angebunden. Die Abgabe der Wohnungen sei jedoch nur der Einstieg in die Entstehung eines neuen Wohnquartiers. Freizeit- und Sportangebote mit dem Ziel einer attraktiven Freiflächengestaltung mit dem Ziel eines liebenswerten Wohnquartiers würden folgen. Und auch in Sachen Lärmschutz konnte Behnecke einen neuen Plan vermelden: Entlang der Grünberger Straße solle eine immergrüne Lärmschutzbepflanzung aus Efeu auf Kokosmatten angebracht werden. Sie verringere den auf der Straße entstehenden Lärm um 20 Dezibel.

Im Angebot hat die Genossenschaft weiterhin Wohnungen zwischen 83 und 133 Quadratmeter Wohnfläche. Die Kosten für den Erwerb liegen zwischen rund 65 000 und 135 000 Euro. Angesichts des großen Zuspruchs von Familien mit Kindern sei das Wohnungsangebot für diese Klientel erweitert worden. Zudem werde die AWO in der Marshall-Siedlung einen Kindergarten bauen.

Eine Menge Geld hat die Genossenschaft auch in die Mietwohnungen gesteckt. 2009 seien für 1,4 Millionen Euro Bauaufträge an regionale Betriebe gegangen, so Behnecke. Fünf Blocks seien inzwischen komplett vermietet, der sechste sei kürzlich in die Vermietungsphase gegangen. »Jeden Tag wird eine weitere Wohnung fertig«, verdeutlichte Udo Donau das Tempo, mit dem die Genossenschaft das Projekt vorantreibt.

Angesichts des Bedarfs will man sich jetzt daran machen, auch Wohnungen in der Dulles-Siedlung zu vermieten. Zum 1. April sei der erste Block so weit, zwei weitere - ebenfalls für höherwertiges Wohnen - sollen in Bälde folgen. Darüber hinaus stehe man mit drei Gruppen, die für alternative Wohnformen einen ganzen Block kaufen wollen, kurz vor Vertragsabschluss. Bezüglich der Wohnungsabgabe an potenzielle Mieter kündigte Behnecke an, die großen Erfahrungen der Wohnbau Gießen GmbH auf diesem Gebiet zu nutzen.

Für die beiden Genossenschafts-Verantwortlichen steht bereits jetzt fest, dass sich der neu entstehende Stadtteil in ein paar Jahren von allen anderen in Gießen positiv abheben werde.

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Artikel vom 03.02.2010 - 23.00 Uhr
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