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Wieder Neuerungen zum Start in die Radsaison

Artikel vom 10.04.2010 - 17.22 Uhr

Wieder Neuerungen zum Start in die Radsaison

Gießen (mö). Pünktlich zum Beginn der Radsaison stehen den Gießener Alltags- und Freizeitradlern wieder neue Trassen zur Verfügung. Gebaut wurden sie zwar bereits Ende vergangenen Jahres, aber Notiz von den Neuerungen nehmen die meisten Zweiradfahrer erst jetzt.
Rote Schwenktore auf der Dammkrone des Weststadt-Deichs.
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Rote Schwenktore auf der Dammkrone des Weststadt-Deichs.
So wurden im Radwegenetz im Osten der Stadt weitere Lücken geschlossen. Der neue Radweg an der Eichgärtenallee, der bis zum Trieb bereits 2008 vorangetrieben wurde, ist mittlerweile fertiggestellt und entlang der Rudolf-Diesel-Straße bis zur Rödgener Straße verlängert worden. Bewohner der Evangelischen Siedlung können nun gefahrloser den Aldi-Markt im Ursulum mit dem Fahrrad ansteuern. Gequert werden muss allerdings die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle des Gießener Rings (A 485). Der Radweg endet direkt an einer der Zufahrten zur Marshall-Siedlung, was ihn auch für die neuen Bewohner dieses Quartiers, in dessen unmittelbarer Nähe es noch keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, interessant machen dürfte.

Auch entlang der Nordseite der Grünberger Straße hat die Stadt noch im vergangenen Jahr einen feinen Asphaltteppich verlegt, der bislang allerdings nur vom Abzweig An der Volkshalle bis zur Bushaltestelle reicht. Danach wird’s wieder holprig. Die Radwegeplanung sieht hier in nächster Zeit eine Verlängerung in die Rödgener Straße bis in den Bereich US-Depot/Marshall-Siedlung vor.

Weiter optimiert wurde der mittlerweile sehr beliebte Weg auf der Krone des zwei Kilometer langen Hochwasserschutzdamms am Rande der Weststadt. Um einerseits den Pächtern von Kleingärten eine Pkw-Zufahrt zu ihren Gärten zu ermöglichen und andererseits Nichtberechtigte an einer Befahrung des Damms zu hindern, wurden an einigen Wegegabelungen schwenkbare Tore in der Signalfarbe Rot installiert, die von Radfahrern relativ problemlos passiert werden können.

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Artikel vom 10.04.2010 - 17.22 Uhr
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Leserkommentare
(10.04.2010 21:59)
Leser
Maßnahmen mit Mängeln
Gut gedacht ist nicht immer gut gemacht.
Beispiel 1: Die Poller auf dem Lahndeich stehen mitten in der Fahrspur der Fahrräder. Statt zwei Poller aufzustellen, hätte ein Poller in die Mitte des Weges gehört und zwei weitere an die Seiten. Unfälle auf dieser unbeleuchteten Strecke sind nachts geradezu vorprogrammiert und wenn sich Radfahrer in der Engstelle begegnen wird es auch gefährlich.
Beispiel 2: Der "Radweg" an der Grünberger Straße ist auch nach Monaten noch nicht für Radfahrer freigegeben, weil die Schilder fehlen. Streng genommen ist es also immer noch ein Fußweg und darf nicht befahren werden. Vermutlich ist er noch nicht freigegeben, weil die Stadt jetzt erst merkt, wie unsicher die Kreuzungen dieses weit von der Straße abgesetzten Wegs sind. Das fahren auf der breiten Fahrbahn ist somit für Radfahrer weiterhin die sicherste Variante, weil sie dort nicht von abbiegenden Autos übersehen werden.
Beispiel 3: Wer den Radweg an der Rudolf-Diesel-Straße nutzt, muss die stark befahrene Autobahnauffahrt queren und dort auch noch Vorfahrt achten, obwohl entlang einer Vorfahrtsstraße gefahren wird. Im weiteren Verlauf sind die Einmündungen nicht gesichert und Autos parken kurz vor der Rödgener Straße rückwärts über den Radweg aus. Mehr Sicherheit bringt so ein Radweg nicht, insbesondere nicht für Radfahrer in Richtung Innenstadt, weil sie als Geisterfahrer an allen Einmündungen übersehen werden.
Fazit: Die Maßnahmen machen einen netten Eindruck, aber die Sicherheit leidet darunter, wenn Radfahrer auf unsicheren Radwegen geführt werden. Die Stadt sollte daher die Radfahrer selber entscheiden lassen, ob sie diese unsicheren Wege nutzen wollen oder nicht. Eine Beschilderung als Fußweg mit Freigabe für Radfahrer wäre angemessen. Eine Radwegbenutzungspflicht ist es nicht - sie ist vermutlich sogar rechtswidrig angeordnet, weil bestimmte Personen in der Stadt freie Fahrt mit dem Auto wollen und Radfahrer auf der Fahrbahn nur stören.
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