Gießen (kw). Oft hat Petrus wenig Interesse bekundet, aber dieses Jahr wollte er das Gießener Stadtfest offenbar genießen. Das könnte eine Erklärung sein dafür, dass das Wochenende 20. bis 22. August gleich mehrmals vorkommt in der Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes für die Station Gießen.
An diesen drei Tagen war es sehr warm, sonnig und fast ganz trocken. Und das war eine Ausnahme in einem kühlen August, in dem auch in Gießen fast doppelt so viel Regen fiel wie üblich.
So war der Stadtfest-Samstag mit einer Temperatur von 30,1 Grad der einzige so genannte »heiße Tag« im letzten Sommermonat. Zugleich wurde mit 1024,0 Hektopascal der Luftdruck-Rekord des Monats erreicht. Und auch schon der Freitag geht in die Annalen ein: Er war mit 13,3 Stunden der sonnigste Tag des Monats.
Ansonsten war es sehr nass und nach einem hochsommerlichen Juli schon fast herbstlich. Die oft heftigen Niederschläge summierten sich auf 112,9 Millimeter. Das langjährige Mittel (der Durchschnitt der Gießener August-Werte aus den Jahren 1961 bis 1990) liegt bei gerade einmal 58,6. Der nasseste Tag war der 15. August mit 19,5 Litern Regen pro Quadratmeter, an vier weiteren Tagen gab es zweistellige Werte.
Gerade einmal fünf »Sommertage« mit 25 Grad oder mehr wurden gezählt. Zu Beginn dieser Woche schalteten manche dann bereits die Heizungen an: Nachts wurden nur noch 7,5 Grad in der Luft und 4,9 am Boden gemessen, am Montag kletterte das Quecksilber nicht über 14,1 Grad. Die Durchschnittstemperatur des Monats lag schließlich bei 16,8 Grad, »normal« wären 17,5.