Gießen-Wieseck (ina). Trotz des unbeständigen Wetters waren am Sonntag um kurz vor elf Uhr bereits mehr als 400 Menschen auf der Strecke. Insgesamt machten 501 große und kleine, zwei- und vierbeinige Teilnehmer beim 5. Walking- und Wandertag der Gießener Fünfziger mit.
5. Gießener Walking- und Wandertag: Gut 500 Teilnehmer waren auf der Strecke unterwegs. (Foto: ina)
Erster Vorsitzender Peter Gömmer, sein Stellvertreter Wigbert Rudolph und Klaus Henning, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, zeigten sich sehr zufrieden. Auch wenn das Wetter schlecht sei, echte Wanderer hätten die passende Kleidung und schauten nicht nach oben, sondern nach unten.
So wie Christel Damm, die mit ihrem Mann die Zehn-Kilometer-Strecke in Angriff nimmt. Das Wetter sei ihr egal, eigentlich sei es sogar gut zum Laufen. Nicht zu heiß und nicht zu kalt, befindet die Reiskirchenerin, die zum ersten Mal teilnimmt. Privat laufe sie so zwischen sieben und acht Kilometer. »Die zwei schaffe ich dann auch noch,« lacht sie. Und ihr Mann begleitet sie, weil er die restlichen fünf Kilometer schließlich auch noch sehen wolle, während sich die übrigen Gruppenmitglieder für die kürzere Fünf-Kilometer-Strecke entschieden haben.
Da es keine festgelegte Startzeit gibt und auch keine Zeitnahme kann jeder Teilnehmer die Strecke in seinem individuellen Tempo bewältigen. Besser sei es allerdings in Gruppen, gibt Peter Gömmer einigen Startern mit auf den Weg. Die Strecke sei zwar ausgeschildert, trotzdem sei es gut, wenn einer den Weg kenne. Um elf Uhr schickt Kulturdezernent Harald Scherer schließlich die Prominentengruppe auf die Strecke. Mit zahlreichen Teilnehmern machen sich Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Torsten Noll von der Barmer GEK und Stadtwerke-Sprecherin Ina Weller startbereit für die Tour durch den Hangelstein. Auch der fünfjährige Pascal, der auf der Tour von Papa Michael Stock von der Barmer GEK begleitet wird, hält gut mit und überlegt sogar einen kurzen Moment, die Zehn-Kilometer-Distanz in Angriff zu nehmen.
Ein wenig sportlicher Ehrgeiz war dann aber doch dabei. Der Volkssportverein Gießen war mit circa 40 Teilnehmern die stärkste Gruppe. Zweitstärkste Gruppe waren die 57er-Damen mit 33 Sportlerinnen. Beide Gruppen gewannen Gutscheine für die Salzgrotte der Firma Betten-Markt-Schmidt. Der älteste Wanderer des Jahrgangs 1929 bewältigte mit seiner etwas jüngeren Frau die Fünf-Kilometer-Strecke. Der jüngste Teilnehmer war dagegen gerade drei Jahre alt.
Wieder im Ziel erhielten alle Wanderer ein grünes Veranstaltungs-T-Shirt und konnten sich bei Würstchen, Salaten und Getränken stärken. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die »Lahn-City-Stompers«.
Der Erlös der Veranstaltung geht in diesem Jahr an das Kinder- und Jugendtelefon, ein Angebot des Vereins »Eltern helfen Eltern« in Gießen.
Der Walking- und Wandertag findet im Rahmen der Initiative »Deutschland bewegt sich« statt, die seit 2003 Menschen zu regelmäßiger Bewegung und gesünderer Ernährung motiviert. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von ZDF, Barmer GEK und Bild am Sonntag.