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Vorlesung mit Eckart von Hirschhausen

Artikel vom 08.06.2010 - 19.00 Uhr

Vorlesung mit Eckart von Hirschhausen

Im Rahmen einer Vorlesung sprach der Arzt Eckart von Hirschhausen zu Studenten, und zwar kostenlos.
Gab angehenden Ärzten Tipps für ihre späteres berufliches Leben: Dr. Eckart von Hirschhausen.
(Foto: olz)
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Gab angehenden Ärzten Tipps für ihre späteres berufliches Leben: Dr. Eckart von Hirschhausen. (Foto: olz)
Eloquent, tiefsinnig und witzig – das sind drei der hervorstechenden Attribute, mit denen man Dr. Eckart von Hirschhausen treffend charakterisieren könnte. Längst erfreut sich der Mediziner mit dem erfrischend ironisch-zynischen Einschlag einer großen Fangemeinde – nicht erst seit seinem Bestseller »Die Leber wächst mit ihren Aufgaben«.

Doch wussten Sie, dass von Hirschhausen einen Lehrauftrag für eine Veranstaltung an der hiesigen Justus-Liebig-Universität hat? Im Rahmen einer Vorlesung spricht der Arzt dann zu Studenten, und zwar kostenlos. Bereits zum dritten Mal war es am vergangenen Montag wieder so weit. Auf Einladung des Instituts für Geschichte der Medizin hatten etwa 300 Studierende den Weg in den Wilhelm-Hanle-Hörsaal der Physikalischen Institute im Heinrich-Buff-Ring gefunden, wo Hirschhausen einen Vortrag unter dem Motto »Arzt-Deutsch/Deutsch Arzt. Warum Worte Medizin sind« hielt.

Eine vergnügliche Lehrstunde und Ergänzung des Uni-Kurses »Medizinische Terminologie«, bei der der 42-Jährige die Lacher der Zuhörer immer wieder auf seiner Seite hatte. Und das nicht nur, als der gebürtige Frankfurter über die Perspektiven von Kommunikation in der Medizin sprach – einschließend karikierender Betrachtungen des aktuellen Sprachgebrauchs –, sondern auch bei seinen Tipps für ein glückliches Ärzteleben. Doch wer eine rein humoristische Veranstaltung erwartet hatte, der wurde eines Besseren belehrt, denn Hirschhausen garnierte seine Ausführungen zwar mit zahlreichen Pointen, doch im Ganzen vermittelte er den Studenten eine eindrucksvolle Botschaft: Er forderte die angehenden Ärzte auf, sich auch im späteren Berufsleben den kritischen Verstand zu erhalten, sich nicht von Hierarchien schrecken zu lassen und sich bewusst zu machen, wie wichtig die Worte sind, die der Arzt an Patienten richtet.

Um diese Ziele zu erreichen und ein sinnstiftendes und damit glückliches Leben als Arzt zu führen, gab Hirschhausen seinen Zuhörern einige Tipps. Er riet ihnen beispielsweise, Ausführungen von Patienten eingehend zuzuhören, eine klare Sprache, der auch der Erkrankte folgen könne, zu verwenden oder den regelmäßigen Austausch von Ärzten und Pflegepersonal in den Krankenhäusern zu nutzen. Gerade er könne die tägliche Arbeit erleichtern, bleibe jedoch bis heute – auch wenn die Bedeutung von Kommunikation im Medizinstudium zugenommen habe – leider aus.

Darüber hinaus dürfe vor allem eine Medizin nicht unterschätzt werden: das Lachen. Es helfe unter anderem gegen Schmerzen. Hirschhausen selbst, der seinen Zuhörern am Montag einen rundum gelungenen 90-minütigen Vortrag bot, setzt sich für das Lachen in der Medizin ein, unter anderem mit seiner Stiftung »Humor hilft heilen«, die sich für die Arbeit von Clowns in Krankenhäusern engagiert. olz

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Artikel vom 08.06.2010 - 19.00 Uhr
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