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Viele Gießener fahren mit Bus und Bahn zum Hessentag

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Artikel vom 04.06.2012 - 06.49 Uhr

Viele Gießener fahren mit Bus und Bahn zum Hessentag

Gießen (csk). Man stelle sich vor, nebenan ist Hessentag und alle wollen hin. So geschehen ab Freitag in Gießen. Und weil Parkplätze in Wetzlar knapp sind, machten sich viele Besucher am ersten Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg gen Nachbarstadt.

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Groß war das Gedrängel am Gießener Bahnhof vor den Türen der Züge, die Richtung Wetzlar fuhren – vor allem beim Hessentag-Auftakt am Freitagabend mit dem Elton-John-Konzert. (Foto: csk)
Besonders abends waren Busse und Sonderzüge gut ausgelastet. Ärger gab es aber selten; die meisten Schlachtenbummler nahmen die Hektik eher gelassen und humorvoll. Das galt freilich vor allem für diejenigen, die in Gießen starteten.

Wer an einer der Unterwegshaltestellen auf den Bus wartete, musste häufig erleben, dass das vollbesetzte Fahrzeug ihn stehenließ – etwa in Lahnau oder Wetzlar-Naunheim. Vor allem die zu dem Großereignis nicht verstärkte Linie 24 zeigte sich dem Ansturm nicht gewachsen (mehr dazu in den »Hessentags-Splittern« auf Seite 28).

Sir Elton John füllt nicht nur die Hessentagsarena, sondern auch das Parkhaus am Gießener Bahnhof. Anderthalb Stunden bevor der britische Popstar spielt, müssen Fahrer schon bis auf das zwölfte Parkdeck hinauf, wollen sie noch Lücken finden. Hundert Meter weiter wird klar, wo all die Autofahrer geblieben sind: am Bahnsteig. Besonders, wenn es darum geht, einen Sitzplatz zu ergattern, bilden sich große Menschentrauben – kommt man zu spät, bleiben nur Plätze in der Tür. »Wer in der Tür steht, der ist früher draußen«, kommentiert ein junger Mann sein vermeintliches Pech augenzwinkernd.

Am nächsten Einstieg reagiert nicht jeder so gelassen. Auch hier kämpft man um jeden Zentimeter hinter der Lichtschranke. »Rückt gefälligst, das ist wirklich asozial!«, brüllt ein Mann und nippt wie zur Beruhigung an seinem Energydrink. Just als die Tür schließt, schallt aus den Lautsprechern die Ankündigung für den nächsten Zug. Eine Handvoll schlauer Fahrgäste hat dort freie Platzwahl.

Weniger ruppig, aber fast genauso eng geht es an der Bushaltestelle Johanneskirche zu. Bis spätnachts bringt die Linie 11 etliche Schlachtenbummler nach Wetzlar. Doch warum eine Dreiviertelstunde fahren, wenn die Bahn höchstens zehn Minuten braucht? »Weil meine Kinder so gerne Bus fahren«, sagt Jens Leonhardt, der mit Sohn und Tochter die HR3-Party besucht. Ausgesprochen unangenehm sind die Sonderschichten indes dem Busfahrer, der um kurz vor acht leise, wiewohl vernehmbar in sein Handy schimpft: »Ohne diesen Hessentag würde ich jetzt mit euch Geburtstag feiern.«



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Artikel vom 04.06.2012 - 06.49 Uhr
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