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Viele Dankesworte für Klaus Rumpf

Artikel vom 21.01.2010 - 23.30 Uhr

Viele Dankesworte für Klaus Rumpf

Gießen (kw). Der Vorsitzende des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege wurde im Johannesstift verabschiedet
Amtsübergabe ohne Staffelholz: Der scheidende Klaus Rumpf (73) und seine Nachfolgerin Marianne Wander (61). 	(Foto: Schepp)
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Amtsübergabe ohne Staffelholz: Der scheidende Klaus Rumpf (73) und seine Nachfolgerin Marianne Wander (61). (Foto: Schepp)
Mut und Tatkraft habe er bewiesen, eine gewisse Unerschrockenheit mit dem Glauben an Gott verbunden, viel Arbeit geleistet und schwere Entscheidungen getroffen, stets die Belange von Bewohnern, Patienten und Mitarbeitern im Auge gehabt - und das alles ehrenamtlich. Vielfältige Würdigungen und herzliche Dankesworte hörte Klaus Rumpf am Donnerstag bei seiner Verabschiedung als Vorsitzender des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege zu Gießen. Den rund 50 Gästen im Johannesstift stellte sich zugleich Marianne Wander als Nachfolgerin vor.

Mit 73 Jahren wollte Rumpf kürzer treten. Nach der Neuwahl im November . Der Gießener Jurist, der aus Belzig (Brandenburg) stammt und in Wien aufgewachsen ist, war seit 1985 stellvertretender Vorstandsvorsitzender und seit 1992 Vorsitzender des traditionsreichen Vereins, der damals vor allem das Evangelische Krankenhaus und das Johannesstift betrieb. Heute hat er für diese Einrichtungen einen Teil der Verantwortung abgegeben und ist noch Gesellschafter. Das Seniorenzentrum in Linden ist 1996/97 als weitere Einrichtung hinzugekommen. Diese Veränderungen habe Rumpf maßgeblich mitgeprägt, hieß es im Rückblick.

»Siebzehneinhalb Jahre lang - ein Viertel ihrer Lebenszeit - haben Sie sich in Ihrem Amt für viele, viele Menschen eingesetzt«, sagte Pfarrerin Gabriele Dietzel in einer Andacht. Sowohl im Ehrenamt als auch im Privatleben habe der Familienvater gute und sehr schwierige Jahre erlebt. »Wie haben Sie das eigentlich alles geschafft?«, fragte Dietzel und bezog in ihren Dank auch Renate Rumpf mit ein, die am Donnerstag nicht dabei sein konnte.

Die Entwicklung des Evangelischen Schwesternhauses zum modernen Krankenhaus in Trägerschaft der Agaplesion AG skizzierte Mariana Wander. »Sie haben eine Organisation geschaffen, die Freiräume für die christliche Humanität und Ganzheitlichkeit des Menschen lässt - und zwar trotz des Vorranges der Wirtschaftlichkeit«, sagte sie an ihren Amtsvorgänger gewandt. »Hautnah« habe er die zahlreichen Reformen im Gesundheitswesen wie auch in der Altenpflege erlebt und »viele Meilensteine gesetzt«.

Die »segensreiche und kompetente Führung« sowie das vorausschauende Arbeiten Rumpfs würdigte Artur Windolf, früherer Leiter des Johannesstifts. Ausführlich erinnerte er an die Entstehung des Seniorenzentrums in Linden.

Es entstehe »kein Bruch«, sagte Rumpf bei der Vorstellung seiner im November gewählten Nachfolgerin. Marianne Wander, 61 Jahre alt, kommt aus Göttingen und lernte nach dem Realschulabschluss zunächst Krankenschwester. Nach Abendgymnasium und Jurastudium war sie unter anderem 13 Jahre lang Referentin für Krankenhauswesen beim Diakonischen Werk Hessen-Nassau. Heute arbeitet sie als freiberufliche Rechtsanwältin ebenfalls häufig im Bereich Gesundheitswesen. Eigentlich wollte Rumpf ihr ein Staffelholz übergeben, doch er habe in keinem Geschäft eines gefunden, sagte er. Wander erhielt stattdessen einen schaumstoffummantelten Baseballschläger »für den Umgang mit widerborstigen Vorstandsmitgliedern«. Sie wiederum überreichte ihrem Vorgänger ein Stadttheater-Jahresabonnement.

Dankesworte an Rumpf und gute Wünsche für Wander äußerten in Grußworten Dr. Wolfgang Gern (Diakonie-Vorstandsvorsitzender Hessen-Nassau), Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Bernd Weber (Vorstandsvorsitzender Agaplesion AG), Gerhard Schulze-Velmede (Dekanatssynodalvorstandsvorsitzender), Waltraud Wolters-Schmidt (Leiterin Johannesstift) und Helmut Müller (Geschäftsführer des Vereins). Die musikalische Ausgestaltung der Feier übernahm Peter Menger am Klavier.

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Artikel vom 21.01.2010 - 23.30 Uhr
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