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Tunnel am Bahnhof soll Mitte Juli offen sein

Artikel vom 23.06.2010 - 07.45 Uhr

Tunnel am Bahnhof soll Mitte Juli offen sein

Gießen (kw). Glänzende Geländer an nagelneuen Treppen, helle Fliesen mit roten und gelben Akzenten, Glas-Aufzüge hinter Absperrungen: Fast alles scheint fertig in der neuen Unterführung - nur benutzen darf man sie noch nicht.
Noch wird gebaut am Bahnhof. Das Luftbild macht unter anderem deutlich, welch weite Wege Reisende beim Umsteigen zwischen dem Ob
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Noch wird gebaut am Bahnhof. Das Luftbild macht unter anderem deutlich, welch weite Wege Reisende beim Umsteigen zwischen dem Oberhessischen Teil (rechts) und den Main-Weser-Linien (links) über den Fußgängersteg (oben) bewältigen müssen, so lange die neue Unterführung noch nicht nutzbar ist. Zur Orientierung: Allein 90 Meter beträgt die Lücke zwischen der Brücke und dem 115 Meter langen Dach am Bahnsteig 2/3. (Foto: Henß)
Lediglich im Oberhessischen Teil des Bahnhofs ist der neue Tunnel schon offen. Ansonsten müssen Pendler und Reisende nach wie vor die Brücke nutzen, um zu den Gleisen 2/3 und 4/5 zu gelangen. Doch in etwa drei Wochen soll die Unterführung komplett begehbar sein, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG auf Anfrage. Auch die neuen Aufzüge gingen Mitte Juli in Betrieb. Unmittelbar danach würden die Lifte am Fußgängersteg saniert. Restarbeiten der Bahnhofs-Sanierung seien voraussichtlich im August erledigt. Das ist etwas später als ursprünglich geplant; der ungewöhnlich kalte Winter hatte - wie berichtet - die Verzögerung verursacht.

Auf dem Luftbild von Manfred Henß ist der neue Tunnel kaum zu erkennen, weil er inzwischen nach oben geschlossen ist und die Aufgänge sich unter den neuen Bahnsteigdächern verbergen. Er verläuft etwas weiter südlich als die alte Unterführung, auf dem Bild unterhalb der Gebäude. Links unter dem alten Güterbahnhof ist das westliche Ende zu sehen, das derzeit noch als Baustellenzufahrt genutzt wird. Wie berichtet, wollte die Stadt diesen Zugang zur Lahnstraße eigentlich gern erhalten lassen; Bahn und Stadt konnten sich aber nicht über die Formalitäten und Kosten einigen. Nun wird der Tunnel geschlossen, so der Sprecher. Eine Öffnung zu einem späteren Zeitpunkt sei aber möglich.

Nach den Debatten um das nach Meinung mancher Kunden zu kurze und zu weit vom Steg entfernte Bahnsteigdach am Gleis 2/3 (im linken Bereich in der Mitte) sorgen sich manche schon jetzt außerdem über den eng wirkenden Aufgang an diesem Haupt-Bahnsteig. »Die Treppe ist genauso breit wie die alte«, versichert der Sprecher. Sie wirke vielleicht schmaler, weil sie länger sei, denn die Unterführung liege etwas tiefer als die alte. Weil neben dem Aufgang genug Platz bleiben muss, gebe es keinen Spielraum.

Im Juli 2008 war der offizielle erste Spatenstich für das 17-Millionen-Euro-Projekt erfolgt. Die alte Unterführung war bereits im Oktober 2007 größtenteils gesperrt worden.

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Artikel vom 23.06.2010 - 07.45 Uhr
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