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Trauerzug und Kinderfest zum Abschied der Dinosaurier

Artikel vom 19.07.2010 - 08.00 Uhr

Trauerzug und Kinderfest zum Abschied der Dinosaurier

Gießen (srs). Mit einem Kinderfest und einem Trauerzug wurde am Samstag der bevorstehende Abschied von den über 50 Dinosaurier-Modellen aus der Innenstadt begangen. Vier Urzeittiere werden aber im September zurückkommen und eine dauerhafte Bleibe in Gießen finden.
Trauermarsch mit den »Black Shadows« am Kreuzplatz: Auch der Tyrannosaurus Rex scheint nicht begeistert davon zu sein, dass er G
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Trauermarsch mit den »Black Shadows« am Kreuzplatz: Auch der Tyrannosaurus Rex scheint nicht begeistert davon zu sein, dass er Gießen wieder verlassen muss. (Fotos: srs)
Finster und trist sind die Mienen. Regentropfen nieseln herab. In den vergangenen zwölf Wochen haben die Studenten Tausende Besucher der Dinosaurier-Ausstellung durch die Fußgängerzone begleitet, in Führungen die einzelnen Tiere vorgestellt. Jetzt stehen sie am Samstagmorgen auf dem Kirchenplatz vor einem der Giganten der Urzeit, einem Plateosaurus - und lassen die Köpfe hängen. Denn die Dinos verlassen Gießen. Trauerflor tragen die Studenten. Nur hin und wieder setzt sich in den Gesichtern ein Schmunzeln durch, das verrät: ganz so tiefernst ist die Trübsal nicht. Schließlich setzt sich der Zug in Bewegung, angeführt von einem in schwarz gekleideten Musikcorps.

Der Trauerzug und anschließend ein buntes Kinderfest der Gießen Marketing GmbH sowie der BID-Quartiere bilden den Abschluss der Dino-Ausstellung in der Innenstadt, der eine erfreuliche Nachricht birgt: Vier Dinosaurier werden ab September dauerhaft ihren Platz in der Innenstadt finden.

Getragene, melancholische Melodien trägt der aus Osnabrück angereiste Musikcorps unter dem Namen »Black Panthers« vor. Schweigend folgen den Musikern die Studenten und ihr Professor Dr. Hans-Peter Ziemek. »Wir sind Trauernde«, hält er zu Beginn fest, »der Tag des Abschieds ist gekommen.«

Später, am Kugelbrunnen, ruft er noch: »Mach’s gut, kleiner T-Rex«. Einige Studenten haben gar kleine Abschiedsreden und Gedichte vorbereitet. Am Marktplatz richtet Natalie Pasurka die letzten Worte an den kleinen »Deinonychus antirrhopus« auf dem Buswartehäuschen: »Wie majestätisch und erhaben du doch wirktest.« Gleichwohl habe er viele Tauben ertragen müssen - »und zum Schluss auch noch Menschen, welche dich umstießen.«

Anne Spitzner reimte: »Die Dinos nehmen ihren Hut. Wir sagen danke. Und: macht’s gut.« Zum Halten kommt der Zug in der Katharinengasse, vor dem Iguanodon direkt neben dem Kinderspielplatz. Eine rote Schleife ziert den Dinosaurier. Warum, erklärt kurz darauf der Inhaber der »LTi Holding GmbH«, Dr. Wolfgang Lust. Der Dinosaurier und drei weitere werden ab Mitte September wieder nach Gießen kommen, und zwar dauerhaft dank einer Spende Lusts an die »Akademie für junge Forscher«, die die Justus-Liebig-Universität ins Leben rufen will.



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Artikel vom 19.07.2010 - 08.00 Uhr
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