Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Tour der Hoffnung übergibt 1,76 Millionen Euro

  Anzeige

Artikel vom 01.12.2014 - 16.30 Uhr

Tour der Hoffnung übergibt 1,76 Millionen Euro

Gießen (mö). Es hätte auch ein großer Fachkongress von Krebsspezialisten und Selbsthilfegruppen sein können. Aus Freiburg, Hamburg, Bochum, Dresden, aus Halle, Würzburg, Heidelberg und Trier, aus Bamberg, Darmstadt und Kassel waren sie am Samstag nach Gießen gekommen

IMG_2562_301114
Lupe - Artikelbild vergrössern
Schecks, Schecks, Schecks: Die Vertreter von fast 30 Einrichtungen freuten sich über die Spenden der diesjährigen Tour, die auch durch den Kreis Gießen führte (r.). (Fotos: mö)
© Burkhard Moeller
. Aber nicht, um sich fachlich auszutauschen, sondern um sich einfach einmal zu freuen. Nämlich über genau 1,76 Millionen Euro, die die Tour der Hoffnung (TdH) am Vormittag an fast 30 Einrichtungen aus ganz Deutschland übergab.

Im mit 170 Gästen vollbesetzten Hermann-Levi-Saal des Rathauses verteilten die Tour-Organisatoren Gerhard Becker und Volker Klein am Tag vor dem ersten Advent die diesjährige Spendenernte an die begünstigten Kinderkrebskliniken, an Elternvereine und Forschungslabore. Den Vogel schossen dabei der Verein Sonnenstrahl aus Dresden sowie die dortige Kinderklinik mit zusammen 200 000 Euro ab. »Wenn die Starken die Schwachen tragen wie bei unserer Tour, dann ist es gut um unsere Gesellschaft bestellt«, sagte Tour-Chef Becker.

Begrüßt wurden die weit gereisten Gäste von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, die ihre kurze Rede mit Blick auf das Engagement der Tour-Mitstreiter philosophisch begann: »Lieber ein einziges kleines Licht entzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.« Die Tour der Hoffnung indes zünde »ganz viele Lichter« an und stehe mit ihrer über 30-jährigen Geschichte für »eine immerwährende Zuversicht«.

Tour-Mitbegründer Prof. Fritz Lampert hielt sein Grußwort in Reimform und schloss: »Wenn jeder forscht, wird es gelingen, die schlimmste Krankheit auch gänzlich zu bezwingen.« Schirmherrin Petra Behle dankte den Organisatoren auch für die diesjährige Streckenführung, die die Hoffnungsradler in den fernen Osten Deutschlands geführt hatte. »Ich war so überrascht, wie schön Städte wie Bautzen und Görlitz sind«, schwärmte die frühere Weltklasse-Biathletin. Den Ärzten und Betreuern der krebskranken Kinder wünschte sie »gute Entscheidungen«.

Auf 343 Kilometern, darunter 50 beim Prolog durch Gießen und Umgebung, hatten die Männer und Frauen in den grünen Trikots die gewaltige Spendensumme von über 1,7 Millionen Euro gesammelt. Die Gesamtsumme beläuft sich mittlerweile auf über 30 Millionen Euro. Verwaltet werden die Zuwendungen von der Kämmerei der Stadt Gießen, deren Mitarbeiter dafür Beifall erhielten. »Dies garantiert, dass jeder Spendeneuro abzugsfrei bei den Begünstigten ankommt«, betonte Gerhard Becker. Sein besonderer Dank galt dem scheidenden Stadtwerke-Vorstand Manfred Siekmann, dessen Unternehmen die Tour seit 20 Jahren unterstütze und der am Samstag 65 wurde. Siekmann war vergangene Woche verabschiedet worden

»My Way« stürmisch gefeiert

Schon traditionell wird zur Spendenübergabe ein kostenloses und hochkarätiges Konzert quer durch die Genres geboten. Für die Klassik sorgten Iryna Shatilo (Flügel) und Robert Varady (Geige), für die Chansons Nora Schmidt, die für ihre Version von »My way« stürmisch gefeiert wurde, und für den Pop die Nachwuchskünstler Lea (Gesang) und Darian (Gitarre) von der Pohlheimer Musikschule »Mein Musikplatz«.

Im kommenden Jahr läuft die Tour durch Hessen und Baden-Württemberg. Die Auftaktrunde führt natürlich wieder durch Gießen und Umgebung.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 01.12.2014 - 16.30 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang