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Tierschutzverein: Das neue Ehrenamtskonzept kommt gut an

Artikel vom 28.07.2010 - 12.00 Uhr

Tierschutzverein: Das neue Ehrenamtskonzept kommt gut an

Gießen (cg). Der Tierschutzverein hat ein neues Ehrenamts-Konzept. Unter Federführung von Tierheim-Geschäftsführer Robert Neureuther wurde die Arbeit der Freiwilligen auf eine professionellere Basis gestellt: Exakte Stellenbeschreibungen seitens des »Arbeitgebers« und Bewerbungen inklusive des Lebenslaufs auf der »Arbeitnehmerseite« sollen klare Strukturen schaffen.
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Früher sorgte der nicht näher definierte Wunsch »Ich würde gerne etwas mit Tieren machen«, oft nach kurzer Zeit dafür, dass die Interessenten frustriert wieder verschwanden - häufig waren individuellle Neigungen auf der einen und der Bedarf im Tierheim auf der anderen Seite zu wenig aufeinander abgestimmt worden.

Derzeit sorgen neben dem hauptamtlichen Personal rund 50 ehrenamtliche Mitarbeiter dafür, dass im Tierheim alles rund läuft. Dabei sind die Tätigkeitsbereiche vielfältig: Es gibt Hundebegleiter (früher »Gassigeher«), Katzenfreunde, die sich mit den Stubentigern beschäftigen beziehungsweise die durch ihre Anwesenheit im Katzenhaus dafür sorgen, dass Vierbeiner sich an Menschen gewöhnen, es gibt Reinigungskräfte und Helfer, die das Gelände in Schuss halten oder den Büro- und Telefondienst erledigen. In ihrer Bewerbung können die Interessenten ihr favorisiertes Betätigungsfeld (neu im »Angebot« ist beispielsweise auch das Hundebesuchsprogramm in einem Seniorenzentrum) angeben, in einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer werden dann die Details besprochen.

Bei diesem Termin erfolgt auch ein Rundgang, sodass der oder die künftige Ehrenamtliche das »Unternehmen Tierheim«, seine Aufgaben und Ziele kennenlernen kann. Einigt man sich schließlich auf eine Zusammenarbeit, so wird dies schriftlich festgehalten.

Die Resonanz auf das neue Konzept sei erstaunlich rege, freute sich Robert Neureuther am Dienstag während eines Pressegesprächs. Viele Interessenten fühlen sich offenbar angesprochen und stellen sich mit ganz konkreten Wünschen vor. Der größte Bedarf an Freiwilligen besteht derzeit für Büro- und Reinigungsarbeiten.

Die Ehrenamtlichen werden in ihre neuen Jobs sorgfältig eingearbeitet, darüber hinaus gibt es regelmäßig Schulungen. Mit dem anspruchsvollen Konzept will der Tierschutzverein zum einen sicherstellen, dass im Tierheim kontinuierlich qualifizierte Arbeit geleistet wird, zum anderen soll es auch die hohe Wertschätzung den Ehrenamtlichen gegenüber verdeutlichen. »Wir zeigen, dass wir sie ernst nehmen«, sagt Neureuther. Jeder einzelne könne sicher sein, dass sein Beitrag für den Tierschutz jeden Tag aufs Neue gewürdigt werde. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die übrigens auf dem Tierheimgelände in der Regel an ihren blauen T-Shirts samt Logo oder aber ihrem Namensschild zu erkennen sind, verstehen sich als Teil einer großen Gemeinschaft, die mit vereinten Kräften dasselbe Ziel verfolgt. »Teamfähigkeit ist eine wichtige Voraussetzung zur Mitarbeit«, sagt der Geschäftsführer, Einzelkämpfer sind im Tierheim fehl am Platz. »Der ehrenamtliche Mitarbeiter«, so heißt es in der schriftlichen Konzeption auf der Homepage, »wird als repräsentatives Bindeglied zwischen Tierheim-Personal und der Öffentlichkeit verstanden. Er berät bzw. betreut kompetent und sorgt somit für eine wirkliche Arbeitsentlastung.« Details sind auf der Homepage (www.tsv-giessen.de) nachzulesen, Ansprechpartner sind Robert Neureuther (Geschäftsführer; r.neureuther@tsv-giessen.de) und Doreen Hübl (Vorstandsmitglied, Hundebetreuung TSV Gießen, Bereich Kontrollfahrten; d.huebl@tsv-giessen.de).

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