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Terrasse und neue Unterführung an der Wieseck

Artikel vom 26.03.2009 - 21.38 Uhr

Terrasse und neue Unterführung an der Wieseck

Gießen (mö). Noch liegen Tonnen von Geröll und Erde im Bett der Wieseck, aber dort, wo derzeit noch die schweren Bagger operieren, soll künftig eine »deutlich schönere Wieseck« fließen. Diese Erwartung sprachen gestern Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Baudezernent Thomas Rausch bei einem Pressetermin am Berliner Platz aus.
Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Stadtrat Thomas Rausch blicken auf die Baustelle an der Wieseck. Im Hintergrund ist di
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Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Stadtrat Thomas Rausch blicken auf die Baustelle an der Wieseck. Im Hintergrund ist die alte Fußgängerunterführung zu sehen, die erneuert und verschönert werden soll. Der Treppenauf- und abgang fehlt ebenfalls noch. (Foto: Schepp)
In den nächsten Monaten soll das Flüsschen in dem Bereich neben dem neue Rathaus naturnah ausgebaut und die Uferzonen aufgewertet werden. Bestandteile des Projekts sind auch der Anbau einer Terrasse auf dem Rathaus-Ufer und die Verschönerung der derzeit nicht begehbaren Fußgängerunterführung zwischen Rathaus und Kongresshalle.

»Wir haben die Verpflichtung, an dieser Stelle etwas Anständiges zu schaffen«, sagte Weigel-Greilich mit Blick auf das Rathaus. Besucher der neuen Stadtverwaltung und insbesondere der Bibliothek sowie Passanten, die den Spazierweg zwischen Rathaus und Wieseck künftig nutzen würden, blickten direkt auf die Wieseck. Allein deshalb sei eine ansprechende Gestaltung geboten, betonte die Bürgermeisterin. Wie bereits berichtet, ist vorgesehen, vor die Außenmauer des Rathauses, hinter der Keller und Tiefgarage liegen, eine Wand aus Gabionen zu setzen. Dabei handelt es sich um Drahtkäfige, die mit hellen Natursteinen gefüllt werden. Diese Gabionen sollen die Gebäudewand schützen und sähen zudem attraktiv aus, sagte Rausch. Außerdem böten sie bestimmten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, fügte Weigel-Greilich hinzu.

Geplant ist auf dieser Seite zudem die besagte vorgeschobene Terrasse, von der aus hohe Stufen in die Wieseck führen sollen. Der Flusslauf selbst wird durch entsprechende Ausschachtungen wahrscheinlich sogar breiter als zuvor sein, stellte der städtische Planer Lothar Goldhorn in Aussicht. Den naturnahen Charakter soll die Wieseck durch die Schaffung von Flachwasserzonen, Schilfbereichen und Kiesbänken erhalten. »Das ist ein naturnaher Ausbau und keine Renaturierung«, machte Weigel-Greilich allerdings den Unterschied deutlich zwischen einem Wasserbauprojekt inmitten einer Stadt und der freien Landschaft, wo man Bäche zum Mäandern bringen könne.

Zu der Gesamtmaßnahme gehört Rausch zufolge auch die Stabilisierung und der Ausbau einer Stützmauer entlang einem Privatgrundstück am anderen Ufer. An dieser Stelle müsse gehandelt werden, um das Abrutschen der Böschung zu verhindern.

Was die Unterführung betrifft, die in Gießen nicht zuletzt wegen der dort wahrzunehmenden Gerüche stets als schlimme Schmuddelecke galt, versprachen die Stadtverantwortlichen eine deutliche Aufwertung. Dazu sollen schmalere Gabionenwände aus hellem Stein beitragen, die sich in der Unterführung mit dunkleren Wandflächen abwechseln sollen.

Zu den derzeit laufenden Arbeiten auf der eigens angelegten Baustraße, die über das Flussbett gelegt wurde, versicherte Rausch, dass dies dem Gewässer nicht schade. »Wir haben das schon einmal so gemacht, als damals die Spundwand eingesetzt wurde«, erläuterte der Stadtrat. Geröll und Erde würden später wieder vollständig aus dem Flussbett entfernt. Leider sei es nicht möglich gewesen, die Arbeiten an der Wieseck zeitgleich mit dem Rathausbau zu erledigen. Der Stadt hätten die notwendigen Genehmigungen für den Wasserbau zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgelegen.

Eine separate Baumaßnahme betrifft die Brücke über die Wieseck im Zuge der Straße »Am Alten Gaswerk«. Sie müsse aus statischen Gründen saniert werden, sagte Rausch.

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Artikel vom 26.03.2009 - 21.38 Uhr
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