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Stratego-Turnier mit Überraschungssieger

Artikel vom 06.02.2011 - 20.07 Uhr

Stratego-Turnier mit Überraschungssieger

Gießen (son). Konzentriert sitzen sich jeweils zwei Spieler gegenüber. Im Saal des Auenhofs am Rande von Gießen herrscht gespannte Ruhe, nur das stete Klackern der Schachuhren, welche die Spieler nach jedem Zug berühren, ist zu hören. Schach wird hier allerdings nicht gespielt.

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Im Auenhof trafen sich 20 Spieler zu den »Gießener Open« im Stratego-Spielen.
Der Blick der 20 Turnier-Teilnehmer richtet sich auf die vor ihnen aufgebauten Stratego-Spielbretter, auf denen sie versuchen, mit den eigenen Spielfiguren, die unterschiedliche militärische Ränge symbolisieren, die Fahnenfigur des Gegners zu erobern.

Organisiert wurden die »1. Gießener Open« von Steffen Annies. Der einzige deutsche Stratego-Weltmeister (die AZ berichtete) und gebürtige Norddeutsche war im vergangenem Sommer aus beruflichen Gründen nach Gießen gezogen. Seine Leidenschaft für Stratego hat er mitgebracht und möchte in Gießen mehr Menschen für dieses Brettspiel begeistern. Mit der Resonanz auf das erste Gießener Turnier ist Steffen Annies jedenfalls zufrieden. »20 Teilnehmer sind guter Durchschnitt«. Viele der Teilnehmer sind schon alte Stratego-Hasen, die extra aus Norddeutschland, dem Ruhrgebiet und Bayern angereist sind, um bei dem Turnier dabei zu sein. Aber auch heimische Stratego-Fans aus Gießen, Wetzlar und Buseck sind dabei.

Einer der »Neuen« ist der Gießener Stefan Sahl. Er war durch den Zeitungsbericht der AZ vom vergangenen September auf Steffen Annies aufmerksam geworden. Seitdem treffen sich die beiden regelmäßig zum Stratego-Spielen. »Mein Onkel hatte mir das Spiel in meiner Kindheit beigebracht«, erzählt er. Dass Steffen Annies ihm meist überlegen ist, stört Sahl nicht im Geringsten. »Einmal habe ich jetzt gegen Steffen gewonnen - das reicht mir für die nächsten drei Jahre«, lacht der Gießener, der am heutigen Turniertage immerhin den Pokal für den besten Neueinsteiger einheimsen kann.

Maximal 50 Minuten haben die Spieler Zeit für eine Partie - die meisten Duelle enden allerdings nach rund 20 Minuten. Insgesamt sechs Spiele muss jeder Teilnehmer bestreiten. »Ein Computerprogramm errechnet die jeweiligen Paarungen, damit möglichst gleichstarke Spieler aufeinander treffen«, erklärt Annies, der als Spielleiter heute leider nur zuschauen darf, obwohl es ihm, wie er zugibt, »schon in den Fingern kribbelt«.

Den Gesamtsieg konnte übrigens ebenfalls ein Turnierneuling für sich verbuchen. Kevin Baumgärtner verwies Jürgen Rothausen und Alexander Diefenbach auf die Plätze zwei und drei. Der 24-Jährige Nürnberger hatte seine Spielpartner bisher nur im Internet gefunden. »Ich wollte aber unbedingt mal ein echtes Turnier bestreiten - dass das gleich so gut geklappt hat ist der Wahnsinn« freut sich Baumgärtner. Bei den Junioren, die jünger als 15 Jahre alt sind, gewann Benedikt Abel vor Ruben Trittin und Wilhelm Weber junior. Das Spiel ist bereits für Grundschüler geeignet. »Mit sieben, acht Jahren kann man eigentlich mühelos einsteigen«, meint Annies, der ab dem morgigen Dienstag eine Stratego-AG an der Weißen Schule in Wieseck anbietet. Natürlich sind auch weitere Spieler für Gießener Spielrunden willkommen. Infos gibt es unter dc_annies@web.de.

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Artikel vom 06.02.2011 - 20.07 Uhr
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