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Stadtwerke setzen weiter auf Erdgas

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Artikel vom 09.08.2014 - 17.14 Uhr

Stadtwerke setzen weiter auf Erdgas

Gießen (mö). Im Winter sind sie bei Radfahrern wegen ihrer warmen Abluft beliebt, im Hochsommer hält man lieber Abstand zu ihnen. Die Rede ist von den Bussen der Stadtwerke-Tochter Mit.Bus, die mit Erdgas betrieben werden.

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Die Stadtwerke setzen bereits seit 2008 auf mit Erdgas betriebene Busse mit ihrem auffälligen Kraftstoffbehälter auf dem Dach. (Archivfoto: Schepp)
© Oliver Schepp
Mindestens mittelfristig soll eine größere Zahl an Erdgasbussen weiterhin im Gießener Stadtverkehr eingesetzt werden. Einem Vorstoß von SPD und Grünen zum Einsatz von Bussen mit Elektroantrieb hat SWG-Aufsichtsratsvorsitzende Astrid Eibelshäuser jetzt eine Absage erteilt. Rein elektrisch angetriebene Busse seien gegenwärtig »weder wirtschaftlich noch serienreif«, heißt es in der Antwort der SPD-Stadträtin vom Juni.

Mit ihrer Stellungnahme reagierte Eibelshäuser auf einen Parlamentsbeschluss vom Februar. Damals hatten die Stadtverordneten auf Antrag der Koalition den Magistrat beauftragt, »umfassend« über die Möglichkeit eines Einsatzes von E-Bussen im Stadtverkehr zu berichten. SPD und Grüne begründeten ihren Antrag mit Überlegungen in vielen Städten, im Nahverkehr künftig auf den Elektroantrieb zu setzen.

Der Antwort der Dezernentin aus dem Juni ist zu entnehmen, dass die Stadtwerke als Alternative zu Dieselfahrzeugen weiterhin auf die Erdgasbusse setzen. Dieser Weg, den die SWG bereits vor acht Jahren eingeschlagen hätten, sei »ökologisch sinnvoll« und »ökonomisch richtig«, und solle »zumindest mittelfristig« weiterverfolgt werden. Zum Verweis der Koalitionäre auf andere Städte erklärte Eibelshäuser, dass es dort um »Erprobungen« und keinesfalls einen Regelbetrieb von E-Bussen gehe. Der von SPD und Grünen gewünschte Vergleich der diversen Antriebe mache angesichts des »noch stark auseinanderklaffenden Entwicklungsstands« bei Diesel, Erdgas und Elektro keinen Sinn. Laut Magistratsbericht testen derzeit elf deutsche und österreichische Städte Elektrobusse. Nur in einem Fall stammt das Fahrzeug aus deutscher Herstellung, ansonsten stammen die Busse aus China, Polen, Italien oder den Niederlanden.

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Artikel vom 09.08.2014 - 17.14 Uhr
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Leserkommentare
(10.08.2014 16:05)
freno
Der Reihe nach
Man sollte, um Alternativen zu haben, die beiden Pfade Gas-Verbrennungsmotoren und Elektromotoren beschreiten und dann entsprechend Erprobungsergebnissen irgendwann entscheiden. Dabei bevorzuge ich ein schrittweises Vorgehen, also zuerst die Speichertechnologie entwickeln, erproben und danach erst die erforderliche Anzahl von Windkraftanlagen (oder andere Möglichkeiten) festlegen. Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen, sondern schön der Reihe nach.
(10.08.2014 14:18)
Fischerburkhardsfelden
Wie lange gibt...

...es noch Erdgas? Bis die Russen den Hahn zudrehen? Jedenfalls hat der Erdgaseinsatz bei der Personenbeförderung die Feinstaubbelastung der Luft reduziert. Elektrobusse rechnen sich für die Stadtwerke erst, wenn sie in nennenswerten Umfang Windkraft nutzen; die Busse quasi als personenbefördernde Akkus dienen könnten. Aber das Andenken von Alternativen hat den Fortschritt bisher immer befördert. Vielleicht läßt sich einmal die Körperwärme [gekürzt, Online-Redaktion] für den Antrieb nutzen.

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