Gießen (mö). In der Stadtverordnetenversammlung zeichnet sich eine breite Mehrheit gegen Veranstaltungen ab, die der ostafrikanische Staat Eritrea oder die dortige Staatspartei in Gießen abhalten.
Blickpunkt: Büchner-Jahr in Gießen – Alles über die Events
Rampenlicht: Nici & Joe sprechen vor dem ESC über die Teilnahme am Vorentscheid
und vieles mehr ...
Bestes Beispiel dafür ist die hier in der BRD aufgewachsene eritreische Jugend:
1.) Dieses Festival, bietet die einzige Möglichkeit hierzulande, gleichaltrige Landsleute in so großer Zahl zu treffen.
2.) Unabhängig der politischen Gesinnung der Eltern, werden bei Heimaturlauben Freundschaften geschlossen und das Festival, als alljährlicher Treffpunkt vereinbart.
Diesen jungen Leuten geht es wahrlich nicht um das Ausleben ihrer politischen Gesinnung, ganz im Gegenteil: Viele verfolgen noch nicht mal eine bestimmte, um nicht gar von gänzlichem politischen Desinteresse zu sprechen.
Ein weiterer Punkt: Egal, ob Regierungsbefürworter oder –gegner, jeder in der Diaspora lebende Eritreer vernimmt gerne musikalische Klänge aus der Heimat, knüpft gerne Kontakt zu Landsleuten, etc.
Und genau dies bietet das Festival nun mal.
Bester Beleg dafür: Der Großteil der Besucher erscheint erst (z.T. auch einzig für den) Samstag Abend, das heißt dann, wenn die Live-Konzerte renommierter eritreischer Sänger stattfinden, obwohl das Festival inkl. anderer Programmpunkte von Fr. bis So. anberaumt ist.
So stellt sich doch die Frage, wen man mit einem solchen Verbot mehr treffen würde: Die unbedarften Besucher, denen es lediglich um ein "Partywochenende" geht oder die eritreische Regierung?