Gießen (si). Die Justus-Liebig-Universität meldet den Start für einen weiteren Neubau und umfangreiche Sanierungsarbeiten. Profiteur ist diesmal die Sportwissenschaft am Kugelberg. Sie erhält zum einen ein Multifunktionsgebäude, das auf einer jetzt noch unbebauten Fläche zwischen Sporthalle und den alten Institutsanlagen entstehen wird.
Das Modell zeigt den Neubau, der bis Herbst 2011 auf einer jetzt unbebauten Fläche zwischen der Sporthalle und den alten Institutsgebäuden entstehen soll. (Foto: Schepp)
Es soll nach der Fertigstellung im September nächsten Jahres die Bereiche Sportphysiologie/ Bewegungswissenschaften, Sportmedizin und Trainingswissenschaften aufnehmen. Zum anderen werden die Schwimmhalle sowie die maroden Umkleide- und Sanitärräume im »Verbindungsbau« grundlegend saniert.
Das Geld für den rund 3,3 Millionen Euro teuren Neubau kommt aus dem Hochschulbausonderprogramm des Landes (Heureka). Die 4,2 Millionen Euro für Sanierungsarbeiten teilen sich Bund und Land - die Mittel stammen aus dem Konjunktursonderprogramm II, mit dem die öffentliche Hand die wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise dämpfen will. Maßnahmen aus diesem Topf müssen spätestens im Jahre 2011 abgeschlossen werden. Deshalb war der Druck bei der Planung hoch.
Mit den Investitionen - insgesamt also 7,5 Millionen Euro - würden die Bedingungen für Forschung und Lehre nachhaltig verbessert, sagte Staatssekretär Ingmar Jung vom hessischen Wissenschaftsministerium beim symbolischen ersten Spatenstich. Erst seit wenigen Tagen im Amt, war der symbolische Griff zur Schaufel auch für ihn ganz persönlich eine Premiere. Mit der Sanierung würden die Energiekosten reduziert, und von den Aufträgen profitiere die heimische Wirtschaft, sagte er.
Von einem »entscheidenden Schritt für die Campusentwicklung am Kugelberg« sprach JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee. Das Fach Sportwissenschaft habe sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt. Heute werde dort auch experimentelle Naturwissenschaft betrieben, die Vernetzung mit anderen Fächern entwickele sich gut. Damit trage die Sportwissenschaft zur Profilbildung in den Lebenswissenschaften bei, einem der zwei zentralen Standbeine der Gießener Hochschule.
Nach Angaben von Friedhelm Dorndorf vom regieführenden Hessischen Baumanagement wird das neue Gebäude über eine Nutzfläche von 500 Quadratmetern verfügen. Aufnehmen soll es einen modern ausgestatteten Seminarraum mit 40 Plätzen, sechs Büros sowie ein Motorik-Labor, in dem die Bewegungsanalyse erforscht werden kann, und ein Labor für Kraftdiagnose und Fitness samt Trainingsbereich.
Mit der Sanierung vor allem des Schwimmbads wird auch eine Forderung der Studierenden erfüllt, die dafür mehrfach auf die Straße gegangen waren - zeitweise hatte es danach ausgesehen, als werde die Schwimmhalle ganz geschlossen. Ihre Kurse werden die Studenten in den nächsten Monaten in öffentlichen Bädern absolvieren. Zudem seien einige dieser Ausbildungsteile vorverlegt worden, hieß es im Institut.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?