Gießen (mö). Die Fußballer von Blau-Weiß Gießen müssen definitiv für einen noch nicht genau feststehenden Zeitraum rund um die Landesgartenschau 2014 von der Ringallee auf einen anderen Sportplatz ausweichen.
Für diese Zeit soll eine Arbeitsgruppe unter Federführung des städtischen Sportamts nach einer Alternative für den Verein suchen. Dies ist das greifbarste Ergebnis eines Treffens der Stadtverantwortlichen mit allen von der Landesgartenschau betroffenen Sportvereinen, das am Mittwochabend im Stadtverordnetensitzungssaal stattfand.
Laut einer Erklärung des Magistrats nahmen an dem nichtöffentlichen Treffen rund 50 Vertreter/innen von fast 20 Vereinen teil, darunter auch die an der Lahn beheimateten Wassersportler. Wie die Stadt mitteilt, hätten die Vereine die Möglichkeit genutzt, ihre Anforderungen hinsichtlich der aktuellen Nutzung darzustellen, so dass darauf aufbauend Lösungen für den Zeitraum der Bauphase (ab 2012/2013), der Landesgartenschau-Zeit selbst (2014) und der Nachnutzung (ab 2015) gefunden werden könnten. Erste Anregungen seien von den anwesenden Fachämtern aufgenommen worden.
Dass die Veranstaltung nur ein Startschuss sein soll, dem konkrete weitere Schritte folgten, habe Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) deutlich gemacht. Dabei habe die OB bekräftigt, die Vereine bei der weiteren Konkretisierung der Planungen um die Landesgartenschau zu berücksichtigen, sie als »Partner in der Sache« ernstzunehmen und weiter zu beteiligen.
Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich habe als zuständige Dezernentin für die Landesgartenschau betont, dass für Gießen die einmalige Chance bestehe, neben einer Garten-Leistungsschau 2014 eine Nachnutzung durch eine Aufwertung der Parkanlage in der Wieseckaue für den Sport und eine aktive Freizeitnutzung zu erreichen. Die Perspektiven in der städtebaulichen Entwicklung an der Lahn seien dagegen mittel- bis langfristig zu betrachten.
Neben der Arbeitsgruppe, die sich dem Problem Blau-Weiß widmen soll, gibt es weitere AGs zu den Themen »Wassersport auf der Lahn« sowie »Lauf- und Rollsportmöglichkeiten in der Wieseckaue«. Auch hier hat die Federführung das Sportamt, das weitere Projektvorschläge mit den Gartenschauplanern abstimmen soll.
Ein Treppenwitz, dass für eine Landesgartenschau ein ganzer Verein seine Heimat verliert und dessen Jugendarbeit ad absurdum geführt wird. Die Planer der Landesgartenschau hätten niemals den Wegfall des Sportplatzes in ihre Planung einbeziehen dürfen. Und überhaupt, wen lockt man heutzutage noch mit einer Landesgartenschau hinter dem Ofen hervor?
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
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