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Sportplatz Ringallee: CDU-Chef Möller legt nach

Artikel vom 04.03.2010 - 11.00 Uhr

Sportplatz Ringallee: CDU-Chef Möller legt nach

Gießen (mö). Dass die Koalition aus CDU, Grünen und FDP den Magistrat mit der Prüfung diverser Ausweichstandorte für den vom Wegfall bedrohten Sportplatz Ringallee und die ihn nutzende Spielvereinigung Blau-Weiß beauftragt hat, war bereits eine Überraschung. Am Mittwoch nun hat die Gießener Union noch einmal nachgelegt.
Könnte eng werden, die Variante eines in Längsrichtung gedrehten Sportplatzes Ringallee.	(Foto: Henß)
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Könnte eng werden, die Variante eines in Längsrichtung gedrehten Sportplatzes Ringallee. (Foto: Henß)
Die CDU hat ihre Haltung bekräftigt, dass diese Prüfung unbedingt auch die Variante mit einer Lösung am jetzigen Standort enthalten muss, und zwar auch für Frühjahr und Sommer 2014, »um den Betrieb des Vereins auch während der Landesgartenschau (Laga) nicht zu gefährden«, wie Partei- und Fraktionschef Klaus Peter Möller in einer Pressemitteilung erklärte.

Wie Möller betont, sei die Variante eines Verbleibs auf Initiative der CDU in den Prüfungskatalog der Koalition aufgenommen worden. Nach Gesprächen mit den Blau-Weiß-Verantwortlichen kann sich der Unions-Chef offenbar vorstellen, das jetzige Spielfeld zu verkleinern und in Längsrichtung zu drehen. Damit, so Möller, könnte die städtebaulich störende Riegelfunktion, die das Gelände jetzt noch hat, aufgehoben werden. Daher soll geprüft werden, ob diese Überlegung den Plänen, am Messeplatz einen breiten grünen Eingangskorridor zu gestalten, der in die Laga-Kernzone führt, entgegensteht. Möller zur Variante des gedrehten Spielfelds: »Wer die Chance der Landesgartenschau ergreifen und nutzen möchte und zugleich die Befürchtungen der Sportler ernst nimmt, muss auch diese Möglichkeit geprüft haben.« Sie dürfe jedenfalls nicht von vorneherein zum »Tabu« erklärt werden.

Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) hält einen Verbleib des Sportplatzes aus dem genannten städtebaulichen Grund bislang für ausgeschlossen. Die übergroße Mehrheit der Landschaftsarchitekten, die an dem Gestaltungswettbewerb der Stadt teilnahmen, teilt diese Auffassung und nahm die Option wahr, den Sportplatz aus der Wieseckaue herauszunehmen. Dies gilt auch für den Träger des ersten Preises aus Berlin (Büro Geskes und Hack), dem womöglich auch der Auftrag zur Planung der gesamten Kernzone erteilt wird.

Die Fragen, welcher Entwurf realisiert und was aus dem Sportplatz Ringallee wird, sollen beide bis Mai beantwortet werden. Denn dann muss die Stadtverordnetenversammlung endgültig entscheiden, wie die Wieseckaue im Frühjahr 2014 - und danach - aussehen soll.

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