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Spiel am Totensonntag: Piraten wollen Bußgeld für LTi 46ers

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Artikel vom 29.11.2012 - 12.33 Uhr

Spiel am Totensonntag: Piraten wollen Bußgeld für LTi 46ers

Gießen (ta). Nach dem hessischen Feiertagsgesetz sind am Totensonntag »öffentliche sportliche Veranstaltungen gewerblicher Art« verboten. Dagegen wurde nach Ansicht der Gießener Piratenpartei am Sonntag durch Austragung des Bundesliga-Basketballspiels zwischen den LTi Gießen 46ers und den Telekom Baskets Bonn verstoßen.

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Die Piratenpartei haben deshalb am Mittwoch in einer Pressemitteilung diesen Verstoß beanstandet und verlangt, dass gegen die Hausherrn ein Bußgeld verhängt wird. Zuständig für die Überwachung der gesetzlichen Regelung ist in Gießen die Stadtverwaltung. Dort war am gestrigen Nachmittag keine Stellungnahme mehr zu bekommen. Klar scheint jedoch zu sein, dass eine Sanktion erst möglich wäre, nachdem die Nichteinhaltung des Verbots anzeigt worden ist.

Vor einem Jahr war das der Frankfurter Eintracht zum Verhängnis geworden. Weil ihr Zweitliga-Spiel gegen Alemannia Aachen am Totensonntag ausgetragen wurde, hatte die Grüne Jugend Hessen den Profiverein angezeigt. Daraufhin war ein Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro fällig geworden.

Die aktuelle Aktion der Piratenpartei ist die ironisch-sarkastische Retourkutsche für das Verbot ihrer geplanten Tanzdemonstration am Karfreitag dieses Jahres. Die Stadt hatte diese Veranstaltung genehmigen wollen, doch der Regierungspräsident hatte eingegriffen und ein Verbot durchgesetzt, auch mit Unterstützung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel.

In Anspielung auf diesen Vorgang heißt es in der Erklärung der Piraten: »Es ist unbegreiflich, dass der Regierungspräsident, der sich selbst als Hüter des christlichen Abendlandes sieht, hier einfach weggesehen hat und kein alternativloses Verbot der Veranstaltung erteilt hat.«

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Artikel vom 29.11.2012 - 12.33 Uhr
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Leserkommentare
(30.11.2012 14:58)
developer
Ungleichbehandlung
Eine Partei macht darauf aufmerksam, wie ungleich das Verantaltungsverbot gehandhabt wird.
Dann versucht jemand das Tanzverbot mit absurden Vergleichen ins lächerliche zu ziehen.
Das ist dümmlich!
Es geht hier doch nicht um einen "kindischen Tanzkampf der Piraten gegen die 46ers", sondern allgemein mal darüber nachzudenken, wie sinnvoll solche Verbote sind, wenn sie mal kleinlich eingehalten werden und ein andermal großzügig weggeschaut wird.
(30.11.2012 12:48)
Bernhard
Meinungsfolger
Ich bezweifle, dass developer den Text überhaupt gelesen hat. Dieser User scheint nur blind anderen Meinungen zu folgen, ohne selbst nachgedacht zu haben. Das ist nicht nur peinlich, sondern auch noch dümmlich. Stimme dem Beitrag Supernovas voll zu.
Jetzte auch noch die 46ers in den kindischen Tanzkampf der Piraten zu ziehen halte ich fast schon für eine Frechheit.
(30.11.2012 12:05)
sandha
Gleichbehandlung
Ich habe mit den Piraten eigentlich nicht viel am Hut, aber diesen Hinweis auf das Verbot komerzieller Sportveranstaltungen finde ich großartig!
Man sollte schon alle gleich behandeln.
Die beiden Veranstaltungsverbote zu beiden Feiertagen sind absolut vergleichbar, also sollte auch der Verstoß der 46er geahndet werden.
Gesetze müssen befolgt werden.
Dass die Verantwortlichen bei der Saisonplanung nicht an den Totensonntag gedacht haben kann ich absolut nachvollziehen, denn solche Feiertagsgesetze sind weltfremd!
(30.11.2012 10:58)
Feiertag abschaffen

Der Karfreitag gehört im Christentum zur österlichen Dreitagefeier und gehört somit zum höchsten Fest des Kirchenjahres. Wenn die Piraten am Karfreitag feiern und tanzen wollen, sollten sie sich lieber dafür einsetzen, dass der gesetzliche Feiertag abgeschafft wird. Den möchte aber niemand opfern. Entweder ich bin Christ und möchte deswegen den Feiertag - oder ich will tanzen. Ab und zu sollte man sich entscheiden. Ich persönlich finde es auch kindisch, jetzt auf die 46ers mit ausgestrecktem Finger zu zeigen. Zumal der Totensonntag auch eine viel geringere Bedeutung im Kirchenjahr hat und "nur" ein Gedenktag (kein Feiertag! - warum das Feiertagsgesetzt überhaupt gültig ist, erschließt sich mir nicht) der evangelischen Kirche ist.

(30.11.2012 10:16)
developer
Sinnloser Vergleich
Der Vergleich mit Papa und Kind ist einfach nur peinlich.
Ich stimmt HilmarHirnschrodt vollständig zu!
Nach Gutsherrenart bei den einen kleinlich durchsetzten und bei den anderen großzügig wegsehen geht auf gar keinen Fall!
(30.11.2012 07:57)
HilmarHirnschrodt
für alle gleich
So ist das nun mal, wenn von Seiten des RegierungsprÀsidiums und der Kirchen darauf bestanden wird, dass ein doch ziemlich fragwÃŒrdiges und weltfremdes Gesetz zwingend eingehalten werden muß. Und wenn dem so ist, dann muß es selbstverstÀndlich fÃŒr alle gleich gelten und die Einhaltung desselben fÃŒr alle gleich durchgesetzt werden. Nach RegierungsprÀsidenten-Gutsherrnart bei den einen kleinlich durchsetzten und bei den anderen großzÃŒgig wegsehen geht auf jeden Fall aus GleichbehandlungsgrÃŒnden ÃŒberhaupt ganz und gar nicht. VernÃŒnftige Menschen wÃŒrden jedoch ernsthaft in Betracht ziehen, ein so absurdes und weltfremdes Gesetz einfach umgehend abzuschaffen!!!
(29.11.2012 23:12)
Bernhard
Ach nee...wie schlau
Eben drum - umso dämlicher. :D
Worauf habe ich denn angespielt?
Und ironisch-sarastisch ist das ja nun nicht, sondern dümmlich: Ein kindliches Quid pro quo. "Papa, ich durfte nicht tanzen gehen, aber der Bernd doch! Das ist sooo fies! Jetzt muss er büßen, weil ich auch leiden musste!"
Wer vestehen kann, ist oft im Vorteil, developer...;)
(29.11.2012 22:31)
developer
Eine ironisch-sarkastische
Retourkutsche sollte das sein, um auf die Absurdität des Tanzverbotes hinzuweisen.
Steht doch oben im Text :-)
(29.11.2012 21:15)
Bernhard
Peanuts
Wie ich mitbekommen habe, spart der Verein an allen Ecken und Enden. Der Abendkassenzuschlag kommt auch noch dazu.
Da werden die 5000 - 15000 Euro wohl nicht schwer ins Gewicht fallen, sollten sie verdonnert werden.
Ansonsten bleibt zu bemerken, wie kindlich die Piraten doch sind: "Papa, Papa, der böse Mann, der mir damals verboten hat, die Fensterscheiben im Kindergarten einzuschlagen, der hat beim Udo aber ein Auge zugedrückt! Das ist sowas von unfair!"
Peinlichkeiten und Piraten gehören eben zusammen wie die Faust und das Auge.
(29.11.2012 17:19)
Louisa
Danke für den Hinweis, Piraten
Die 46ers werden sicher ihre Strafe bekommen, besonders da die Piraten die Menschen jetzt darauf aufmerksam gemacht haben!
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