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Sommerabende genießen am »Fluss mitten in der Stadt«

Artikel vom 07.08.2012 - 12.00 Uhr

Sommerabende genießen am »Fluss mitten in der Stadt«

Gießen (chs). Die Sonne wirft goldenes Abendlicht auf die Wiese, das Fleisch auf dem Grill brutzelt, Bierflaschen zischen beim Öffnen: Willkommen auf Gießens sommerlicher Partymeile Nummer eins. Um die Adenauer-Brücke hat sich in den letzten Jahren ein neuer Ort für junge Leute etabliert, wo sie Sonne, Wasser, Würstchen und den Abend genießen.

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Mona (vorn), Eva (Mitte) und Patrizia haben es sich zusammen mit anderen jungen Leuten am Wasser unter der Adenauerbrücke gemütlich gemacht. (Fotos: chs)
Wenn es dunkel wird, ist das noch lange kein Grund, nach Hause zu gehen. Im Gegenteil.

Das Lahnwasser am Wehr tost, junge Frauen und Männer lassen an der Bootsrutsche ihre Füße ins Wasser baumeln. Manche prosten sich mit Bier zu. Wer will, sucht Abkühlung in der Lahn. Weiter oben auf der Wiese rauchen die Grills, kleinere und größere Grüppchen haben ihre Decken auf dem Rasen ausgebreitet. Es sind meist Studenten, die hierher kommen; die Semesterferien machen sich daran bemerkbar, dass es längst nicht mehr so voll ist wie vor vier Wochen. In möglichst luftigen Klamotten und barfuß genießen die Sonnenliebhaber das Wetter. Überall sieht man Steaks und Würstchen, Alufolie glitzert in den letzten Sonnenstrahlen. So viel ist klar: Die meisten sind gekommen, um zu bleiben. Auch über den Sonnenuntergang hinaus.

»Ein Fluss mitten in der Stadt – das ist immer was Schönes«, sagt Eva. Die Studentin sitzt unten am Wasser und kühlt zusammen mit ihren Freundinnen Patrizia und Mona die Füße im Wasser. Die drei finden die Promenade an der Adenauerbrücke super. Weil die Sonne hier so lange scheint. Alternativen? »Die Seen hier in der Gegend liegen immer irgendwie an einer Autobahn«, sagt Eva. Eine Strandbar würde sich hier lohnen, meint sie. Und Patrizia findet: »Im Vergleich mit dem Schwanenteich ist es hier relativ gepflegt.« Bis 23 und 0 Uhr sei sie schon geblieben, sagt Eva. Und der Müll? Dafür gebe es ja den Mülleimer weiter oben.

An der Bootsrutsche haben sich Kevin und Lukas niedergelassen. Auch sie sind Studenten. Zum Thema Müll sagt Kevin, dass hier morgens schon einiges rumliegen kann. Rund um den Mülleimer. Er wohnt in der Nähe und kommt oft mit dem Fahrrad durch. »Wenn der Mülleimer größer wäre, würde das auch nicht passieren.« Für Lukas liegt der Vorteil der Lahnpromenade um die Brücke auf der Hand. »Es ist hier nicht so überfüllt wie am Bootshaus«, sagt er. Ihren Müll nehmen die beiden auf jeden Fall immer mit. Nur Flaschen könne man auch mal zurücklassen. Da freuten sich die Pfandsammler.

In den Abfalleimer stopft gerade einer der wenigen, die jetzt schon gehen, eine Pfandflasche. Als er wieder geht, kommt ein Rollstuhlfahrer, der sich in Sichtweite positioniert hat, und fischt die Flasche heraus. Diese Art Pfandsystem scheint also zu funktionieren.



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Artikel vom 07.08.2012 - 12.00 Uhr
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