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So war’s mit Til Schweiger im Kinopolis

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Artikel vom 27.10.2014 - 10.48 Uhr

So war’s mit Til Schweiger im Kinopolis

Mehr Gießen geht nicht: Til Schweiger liest Charly Wellers »Eulenkopf« im Kinopolis. Zwischenzeitlich tobt der Saal. Und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz verrät ihre ganz persönliche Verbindung zu dem Schauspieler.

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Fast jeder in Gießen weiß eine Geschichte über Til Schweiger zu erzählen. Charly Weller und Dietlind Grabe-Bolz sowieso. (Foto: fd)
Am Ende stellt sich sogar die Oberbürgermeisterin an, um ein Autogramm zu ergattern. Schließlich hat sie einen direkten Bezug: »Meine Schwestern und ich haben Til Schweiger früher gebabysittet«, sagt Dietlind Grabe-Bolz. Verändert habe er sich seit damals: »Ich glaube, er ist heute aufmüpfiger.«

Am Samstagabend ist er nach Gießen gekommen, um im Rahmen des Krimifestivals aus »Eulenkopf« von Charly Weller zu lesen. Vor vielen Jahren haben sich der Schauspieler und der Regisseur, der heute Videos für den Internetauftritt der Gießener Allgemeinen Zeitung produziert, bei gemeinsamen Dreharbeiten kennengelernt. Nun sitzen sie zusammen hinter den Kulissen des Kinopolis und bereiten sich abseits des Trubels auf die gemeinsame Veranstaltung vor. Eben noch ein kurzes Interview. Dann trifft Schweiger drei Freunde, später die Familie. Vor der Tür wartet der Fahrer. Alles ist eng getaktet. Und tatsächlich scheint der Schauspieler, der mit seinen Filmen regelmäßig ein Millionenpublikum erreicht, durchaus ein bisschen aufgeregt zu sein: Immer wieder nestelt er an den Ärmeln seines weiten Pullovers herum.

+++ Mehr Fotos vom Abend mit Til Schweiger in der Bildergalerie

»Schweiger liest?«, mögen sich auch manche Kritiker im Vorhinein gefragt haben. Ja, das macht er. Und er macht es prima. Was sicherlich auch an »Eulenkopf« und seiner besonderen Sprache liegt. Da wird gelabert. Da wird abgetschurrt. Da wird geplärrt. Als Gießener ist Schweiger in seinem Element. Zeitweise tobt der Saal, wenn Schweiger ins Manische verfällt. Er hält inne. Schaut auf. Fragt: »Habt ihr was gecheckt?« Sogar die Bodyguards können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Fast wünscht man sich ein Hörbuch. »Für Charly würde ich das vielleicht sogar machen«, sagt der Schauspieler.

Trotzdem scheint Til Schweiger dann auch durchaus erleichtert, als die vier Kapitel gelesen sind. Richtig locker wird er im Gespräch mit Verleger Ralf Kramp. Wie viele Filmtode er schon gestorben sei? »Keine Ahnung. Bei den Produktionen in Amerika in jedem Film.« Ob das Alter ein Problem sei für Schweiger? »Quatsch. 50 ist das neue 20.« Wie er nach Drehschluss abschalten könne? »Ich bin kein Schauspieler, der durch die Stadt fährt und denkt, er sei ein Polizist.«

Und »Eulenkopf« scheint Til Schweiger durchaus zu amüsieren. Die Schauplätze. Die Anspielungen auf reale Personen. Die Sprache. Während des Interviews blättert er lächelnd im angehängten Glossar der manischen Sprache. Auch Weller meint: »Die Leute am Eulenkopf sind ehrlich und direkt. Ich mag das sehr.« Und Schweiger verspricht: »Ich komme gerne wieder nach Gießen, wenn Charly den zweiten Teil vorstellt.«



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Artikel vom 27.10.2014 - 10.48 Uhr
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