Skorpion im Wallenfelshaus: 72-Jährige griff beherzt zu
Gießen (ta). Knapp zwei Monate lang war im Wallenfelsschen Haus eine Spinnen-Ausstellung präsentiert worden. Als die beiden Organisatoren am 25. Mai ihre Sachen packten und heim nach Thüringen fuhren, hatten sie offenbar nicht richtig aufgepasst. Das stellt sich allerdings erst jetzt heraus, einen Monat später. Denn gestern Mittag entdeckte eine 72-jährige Aufseherin im Mumienkeller zwischen den Holzkisten einen schwarzen Skorpion.
Die Seniorin ließ sich nicht beirren und besorgte sich einen Pappkarton. Dann ging sie zurück in den Keller, griff sich mit bloßen Händen das 15 bis 20 Zentimeter lange Spinnentier und steckte es in die Schachtel.
Der von ihr alarmierte Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring veranlasste, dass der Skorpion in eine Glasvitrine eingeschlossen wurde, und verständigte den Organisator der Spinnenausstellung. Der Thüringer setzte sich sofort ins Auto, um sein Tier abzuholen - nachdem er versichert hatte, dieser Skorpion sei ungiftig. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin sei also bei ihrem mutigen Eingreifen nicht in Gefahr gewesen.