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Sieben Katzen in der Nordstadt verschwunden

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Artikel vom 19.09.2013 - 17.47 Uhr

Sieben Katzen in der Nordstadt verschwunden

Gießen (awb). Die Sorgen und Spekulationen reichen tief: Im Juli verschwanden in der Gießener Nordstadt innerhalb von zwei Wochen sieben Katzen spurlos.

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Irena Burk (r.) sprach für die »Freunde der Gießener Nordstadt« über das Thema »Katzenklau« und erhielt Unterstützung von Birgit Stübner (l.) aus Leverkusen: »Wir wollen uns bundesweit vernetzen.« (Foto: awb)
»Dann haben wir über die Zeitungen gewarnt und informiert«, berichtete am Dienstag Irena Burk, Sprecherin der Stadtteilinitiative »Freunde der Gießener Nordstadt« bei einem Treffen zum Thema Katzenklau im Jokus, zu dem auch Betroffene und Experten von weit her erschienen waren. Seitdem herrsche Ruhe- Es sei nicht der erste Angriff gewesen »und vermutlich auch nicht der Letzte. Immer wenn die Taten an die Öffentlichkeit geraten, verlagern sich die Vorfälle mittelfristig in andere Regionen«, hieß es.

Vergleichbares Vorfälle habe man bereits bundesweit beobachten können. Entsprechend haben sich nun ebenso bundesweit »Betroffene vernetzt.« Birgit Stübner war eigens aus Leverkusen angereist, um mit der Gießener Initiative ihre Erfahrungen auszutauschen. In der Region Ingolstadt, so wurde es weiter aus einer eMail verlesen, lägen Berichte von Transportfahrzeugen vor, die vor den Augen der Besitzer die Kätzchen von der Straße entführten. »Die Polizei kann selten helfen«, weswegen Betroffene teilweise »auf eigene Faust ermitteln, was nicht ungefährlich ist.« Die Gerüchte darum, was mit den Katzen nach der Entführung geschehe, reichen genauso weit wie die Netzwerke der Täter: »Versuchslabore kaufen die Katzen für 50 Euro, ohne nach der Herkunft zu fragen«, meinte jemand. Andere sehen einen Zusammenhang mit Körben für Kleiderspenden. Während solcher Sammlungen würden auffällig häufig die Haustiere verschwinden. Es handle sich hier »ganz klar um Banden«, so Burk und Stübner.

Sie gaben auch noch ein Rezept, wie sich Betroffene schützen können. »Man muss seine Katzen beobachten«, so Stübner. »Wenn sie ihr Verhalten ändern, sollten die Nachbarn bereits gewarnt werden.« Äußere Umstände und Methoden zum Katzenklau könnten sich schnell ändern, »nur die Katze selbst ist zuverlässig.«

Viele Täter verbreiten Lockmittel für Katzen an der Straße, »Baldrian gehört dabei zu den effektiven Mitteln.« Wenn nun am Beispiel eine sonst weniger freigängige Katze »plötzlich abends an der Türklinke hängt« der ruhige Katzen aufbrausend würden, könne dies ein konkretes Warnsignal sein, dass Katzenentführer in der Gegend ihr Unwesen treiben.

Um an der Sache dranzubleiben, möchte die Initiative »Freunde der Gießener Nordstadt« den Stammtisch »Katzenfreunde der Gießener Nordstadt« gründen. Die Unterschriftenliste für Interessenten wuchs bereits während der Sitzung vielversprechend.

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Artikel vom 19.09.2013 - 17.47 Uhr
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