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Schwarz-Rot-Gold weht auch im »Döner-Dreieck« und in italienischen Eiscafés

Artikel vom 29.06.2010 - 23.45 Uhr

Schwarz-Rot-Gold weht auch im »Döner-Dreieck« und in italienischen Eiscafés

Gießen (kan). In Eiscafés wird die italienische Flagge abgehängt, in den Dönerläden scheint man dem Ausscheiden der türkischen Mannschaft in der Qualifikation nicht nachzutrauern – überall ist Schwarz-Rot-Gold anzutreffen.
Wenn es vor der Tür Schwarz-Rot-Gold flattert, ist das Essen da: »Pizza Milano« hat die Autos im Lieferservice WM-tauglich gemac
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Wenn es vor der Tür Schwarz-Rot-Gold flattert, ist das Essen da: »Pizza Milano« hat die Autos im Lieferservice WM-tauglich gemacht.
Die Unterstützung für die deutschen Fußballer beschränkt sich offensichtlich nicht auf die Stammkneipe des Ur-Gießener Fans, sondern greift auch auf Bürger mit ausländischen Wurzeln über.

»Die Deutschen sind mit Recht ins Viertelfinale gekommen«, findet Ragib Terzic von Türkiyemspor Gießen. In seinem Fußballverein stammen die Familien aller Spieler aus der Türkei. Trotzdem: »Alle jubeln für Deutschland«, berichtet er. Wenn der Verein mit 20 bis 30 Leuten die Spiele ansieht, drücken sie ausnahmslos die Daumen für Poldi, Özil und die anderen. Schließlich seien allesamt in Deutschland geboren und aufgewachsen, so Terzic.

Das italienische Eiscafé am Marktplatz hat – wenn auch etwas versteckt – nur noch die Deutschlandflagge neben dem Fernsehgerät liegen. Die grün-weiß-rote Fahne wurde nach dem WM-Aus für Italien weggeräumt. Nun hofft man auch dort auf einen deutschen Sieg.

Beim Anblick des mit den deutschen Farben beflaggten Lieferservices von »Pizza Milano« fragt man sich, ob auch hier aus der Not eine Tugend gemacht wurde, indem man die Autos umdekorierte. Weit gefehlt – sie trugen von Anfang an Schwarz-Rot-Gold. Dass liege daran, dass er überhaupt kein Italiener sei, klärt Inhaber Syed Imran Ali auf. Er komme aus Pakistan – der wichtigste Grund für ihn, der deutschen Nationalelf Glück zu wünschen, liege aber darin, dass er in Deutschland lebt. »Wir müssen zusammenhalten«, findet der Fußballfan.

Je weiter die deutschen Kicker kommen, umso größer scheint dieser Zusammenhalt zu werden. Man erkenne jetzt, welche Fähigkeiten und Kräfte die Mannschaften haben, sagt Ragib Terzic. Obwohl er und seine Fußballkameraden nur das Beste hoffen, glaubt er, dass es für die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw am Samstag im Viertelfinale gegen Argentinien knapp werden könnte.



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Artikel vom 29.06.2010 - 23.45 Uhr
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